Sonntag, 15. März 2009

Kinder bringen Leben


In der kalten Zeit war der Gottesdienstbesuch nicht so gut. Wir waren kaum mehr als um die zehn Leute. Besonders die kleinen beiden Mädchen aus Familie S. wünschten sich noch mehr andere Kinder damit sie nicht so ganz alleine waren unter all den Erwachsenen. Und als dann die kleine K.kam,da haben sie gebetet,daß sie doch wiederkommen sollte. Und das geschieht nun auch. K.kommt mit ihrer Mutter,und je nach dem auch mit dem Vater,nicht jedenSonntag,aber doch regelmäßig.
Für den 15. März hatten wir Familie Berners eingeladen, damit Carsten in Miyoshi predigen sollte. Und am Nachmittag war Gemeindecafe. Dieser Tag wurde eine Ermutigung für uns. Im Gottesdienst hatten wir elf Kinder! Das war toll! Ich merkte,wie ich ganz anders motiviert war für die Sonntagschulgeschichte. Und Gott hatte auch Erwachsene geschickt,die das Evangelium das erste Mal hörten.
Und viele Leute kamen auch zum Gemeindecafe. Wir mußten aufpassen,daß der Kuchen für alle ausreichte. Das heißt, wir haben einen Teil aufbewahrt für die Leute,von denen wir wußten,daß sie später kommen würden. Und wir konnten auch einige einladen für die nächste größere Veranstaltung, die Osterfeier am 12. April nachmittags.

Mittwoch, 4. März 2009

auf den Frühling warten

Noch mehr als in Deutschland,wo das Frühjahr später kam,warte ich in Japan darauf,daß die Knospen der Kirschbäume dicker werden, und die Sonne wärmer scheint. In den gut isolierten Häusern in Deutschland hat man sich gut eingerichtet. Da macht es nichts aus,wenn die kalte Jahreszeit sich bis in den April hinein zieht. Ja wir rechnen schon damit,daß Anfang April noch mal Schnee und Hagel vom Himmel fallen. Es ist als wollte der Winter die letzten Reste seiner Waren noch loswerden.
In Japan dagegen,wo die Häuser leichter gebaut sind,wartet man darauf,daß am 21. März auch tatsächlich der Frühling anfängt. Und man möchte möglichst bald schon kein Öl für den Ofen mehr holen müssen. Man hat die Pflaumenblüte vor Augen,die bei noch kälteren Temperaturen stattfindet,und wartet sehnlichst darauf,daß die Kirschblüte beginnt,und ganze Landschaften mit einem weiß-rosa Schleier bedeckt werden. Denn wenn die Sakura gekommen ist,dann werden bald auch die Bäume und Sträucher grün,und auch das Gras bekommt dann seine sattgrüne Farbe.
Die Bibel spricht auch vom Warten auf den Frühling. Wen die Bäume grün werden,dann ist es nicht mehr weit,heißt es. Die Frage ist nur, warten wir wirklich so sehnsüchtig auf das Kommen des Herrn. Es ist die Vollendung dieser Welt,das Größte,was man sich vorstellen kann,das Beste was dieser Erde geschehen kann! Wir wollen uns darauf einstellen,damit wir auch diese grenzenlose Freude erleben können,wenn unser Herr kommt!
Bilder dazu

Montag, 23. Februar 2009

Alles in Ordnung

"Guten Morgen!" In Japan können viele Ärzte Deutsch sprechen. So wurde ich gestern auch auf Deutsch begrüßt. Eine Woche nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mußte ich zur Nachuntersuchung. Das Anmeldesystem in dem neuen Kosei Krankenhaus ist sehr effektiv eingerichtet,so daß keine langen Wartezeiten waren. Der Arzt entfernte das Pflaster,sah sich die Wunde an und war zufrieden. Ich brauche keine Medizin und keine Nachbehandlung.
Ein bißchen vorsichtig werde ich aber trotzdem sein,mich mehr ausruhen, und auch nur leicht Verdauliches essen. Schließlich möchte ich nie wieder solche Schmerzen haben,wie an dem 12. Februar als ich den Krankenwagen rufen ließ.
Der Arzt,der mir immer meine Blutdruckmedizin verschreibt,hatte wiederholt gesagt,ich sollte mein Gewicht reduzieren. Durch den Krankenhausaufenthalt bin ich auf meinem Idealgewicht gelandet, ohne daß ich es beabsichtigt hatte.
So sorgt Gott für mich. Allerdings bin ich auch für meine Gesundheit verantwortlich. Ich muß jetzt überlegen,was ich weiter machen kann, und wo ich weniger tun muß. Dazu ist Gebet und Weisheit von Gott notwendig.

Sonntag, 15. Februar 2009

das kam plötzlich...

...obwohl ich damit rechnen mußte. Zu häufig hatte ich in der letzten Zeit heftige Darmschmerzen.
Die Ursache war ein Leistenbruch. Vor ungefähr zwei Jahren fing das an. Erst wußte ich gar nicht,was ich dagegen machen sollte. Dann fand ich heraus, daß die Schmerzen meistens nach 2 oder 3 Stunden nachließen. Und wenn ich mich mit einer Wärmflasche ins Bett legte und genug heißen Tee trank,hatte ich am ehsten Ruhe. Im Laufe der Zeit kamen diese Anfälle aber häufiger. Sicher lag es auch mit an der Magengrippe vor zwei Wochen, die ich ja auch schon überwunden glaubte, als so ein Rückschlag kam. Erste wenn die Schmerzen wieder abgeebbt waren, konnte ich wieder ein Mensch sein.
Und dann am 12. Februar war es wieder so weit. Aber so heftig waren die Schmerzen bisher noch nicht. Schließlich bat ich meine Tochter Rebekka,den Krankenwagen zu rufen.Ich selber konnte kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Wenn ich mich hinlegte,tat es weh. Wenn ich aufstand,tat es weh. Es war zum Verrücktwerden!
Im Krankenhaus dauerte es gar nicht lange,bis die Ärzte wußten :hier hilft am besten eine OP.
Ein Arzte machte uns auf mögliche Risiken aufmerksam,und wir entschieden uns zur OP.
Ich wollte alles,solange es die Schmerzen wegnahm. Und dann habe ich die nächsten 3 Stunden nichts mehr gespürt, bis ich wieder ins Bewußtsein zurückkam. Die Ärzte sprachen mich auf Deutsch an,ich antwortete. Ich kam auf die Intensivstation. Am nächsten Tag zog ich dann um in ein normales "Zimmer".Stück für Stück konnte ich mich wieder erholen. Heute am 16.Februar konnte ich nach Hause,wofür ich Gott dankbar bin.
Als nächstes geht es darum, einen langsameren Lebensrhythmus zu finden,damit die Heilung auch weitergehen kann.

Montag, 2. Februar 2009

Alle Jahre wieder...

....wenn der Stress sich gehäuft und die körpereigenen Widerstandskräfte gegen die Viren so allmählich mürbe gemacht hat, dann beginnt die Grippezeit. Zuerst ist das Leiden unter Halsschmerzen, die einem den Schlaf rauben, unter Hustenreiz,den man so lange wie möglich unterdrücken möchte, der Kampf gegen den Schnupfen mit Zellstoffpapier und wiederverwendbaren Taschentüchern. Aber irgendwann ist man geschafft. (Beziehunsgweise das Fieberthermometer zeigt : Erhöhte Temperatur!)
Wer ein ärztliches Attest braucht, oder sich von handelsüblichen medizinischen Präparaten Hilfe verspricht, wird wohl kaum um den Arztbesuch (und damit um ein Wartezimmer voll mit Grippebazillen) nicht herumkommen. Jedenfalls nicht in Japan. Wer sich eher auf Hausmittel verläßt, und diese Krankheit mit ein paar Tagen Bettruhe kurieren will, mag es leichter haben. Aber auch das geht nur,wenn der Rest der Familie auch mitmacht. Und in unserm derzeitigen Vierpersonenhaushalt ist die Hälfte eindeutig infiziert. Meist klappt die Kooperation so gut,daß nicht alle gleichzeitig gleich schwer erkrankt sind.
Jedenfalls,wenn das Fieber wieder abklingt,wenn die heftigsten Kopf-und Gliederschmerzen nachgelassen haben, dann ist Zeit zum "krank feiern". Man muß zwar noch das Bett hüten, kann sich aber doch schon auf ein gutes Buch konzentrieren.
Manchmal,wenn man sein Programm zu voll hat,machen einem solche "Feiertage" einen empfindlichen Strich durch die Rechnung. Und man fragt sich, wozu so etwas gut sein soll.
Ich weiß es auch nicht jedesmal. Aber ich versuche dadurch zu lernen,mich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Irgendwann muß sich die Welt auch drehen, wenn ich nicht mehr da bin. Gottes Plan allein ist gut. Ihm will icjh vertrauen.

Samstag, 24. Januar 2009

Der Heilsbringer

Der Weg scheint scheint schon für ihn vorgegeben zu sein. Erst einmal muß er Optimismus verbreiten,der sich nicht einschüchtern läßt. Und dann muß er den Kontrast zu seinem Vorgänger im Amt augenfällig machen. Er ist ein anderer,und er hat auch einen andern Stil.
Auf so jemanden hatten alle schon lange gewartet. Und jetzt ist er da. Barrack Obama.
Natürlich werden die Enttäuschungen auch kommen, sowohl bei seinen Fans als auch bei ihm selbst. Solange er selbst das Image aufrecht erhalten kann,daß er der Macher ist, werden sie ihm folgen. Aber wenn ihm selbst bewußt wird,daß er auch nur von anderen benutzt wird und selber auch nicht viel ändern kann,dann wird ihn das entweder lähmen oder zum Schauspieler machen.
In der gegenwärtigen kritischen Situation sind solche Führerfiguren notwendig,damit es überhaupt weiter geht,damit die Wirtschaft nicht völlig zusammenbricht.
Aber das Heil das wir Menschen brauchen, ist mehr. Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein,steht in der Bibel. Das merken auch die Leute in Japan. Wir brauchen die Gewißheit,daß unser Leben sich lohnt,daß unter dem Strich etwas herauskommt.
Jesus ist gekommen,um das Leben in seiner Fülle zu schenken. Er alleine ist der wahr Heilsbringer.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Kann man Gottes Reich sehen?

Wenn doch alles noch einfacher wäre! Wenn die Leute gleich sehen würden,daß Gott sie liebhat, ud sie sich selbst den besten Gefallen tun,wenn sie ihr Leben ihm ausliefern! Wenn die Leute,die sich einsetzen auch gleich die entsprechende Anerkennung bekämen. Aber so glatt läuft es ja nicht.
Da ist ein Pastor,der fleißig arbeitet,der sich in Liebe und Ausdauer um seelisch Labile bemüht,aber erntet er Dank dafür? Ihm werden Vorwürfe gemacht,weil die kleine Gemeinde nicht so viel Geld hat. Andere haben grobe Fehler gemacht, dieser Mann aber sorgt dafür,daß die Leute einen positiven Eindruck von der Gemeinde bekommen. Und statt ihm dafür zu danken, macht man es ihm noch schwerer. Natürlich mit der besten Absicht.
Viele Menschen verlieren in dieser Zeit ihre Arbeit. Auch da geht es nicht nur nach Verdienst und Leistung. Und oft fragt man sich, wo denn die Gerechtigkeit bleibt. Und wieso Gott nicht dafür sorgt,daß die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden.
Auft die Frage nach dem Reich Gottes hat Jesus geantwortet : "Es ist mitten unter euch!" Gott ist da, und er hat auch schon Leute,die für sein Reich vorbereitet werden. Aber die meisten von uns sind blind für das,was da geschieht. Und doch findet eine Veränderung schon jetzt und hier statt. Vielleich suchen wir das Reich Gottes nur am falschen Ort. Wir suchen die großen überwältigenden Ereignisse, die beeindruckenden Versammlungen, die rauschenden Feste...
Aber Gottes Reich wird sichtbar in dem Pastor,der sich durch die schwierige Lage nicht entmutigen läßt, in dem Christen der auch für seinen Verfolger betet, in dem Armen,der von seinem wenigen opfert,damit andere das Evangelium hören können.
CS Lewis schrieb einmal (sinngemäß)daß nichts den Teufel so sehr in Verzweiflung bringen könnte wie Christen,denen das Wasser bis zum Hals steht,und die trotzdem ihren Glauben festhalten.