Eigentlich wollte ich heute nachmittag früher rausgehen, um meine regelmäßige Bewegung zu haben. Die brauche ich,damit mein Blutdruck nicht zu hoch wird. Aber irgendwie war ich müde und hatte auch keine Lust. Naja, dann habe ich gedacht,wenn ich noch länger warte,dann komme ich gar nicht mehr dazu. Die erst Hälfte der ersten Runde um den See habe ich ja noch trocken geschafft. Aber dann sah ich doch schon die Kreise auf dem Wasser. Und schließlich spürte ich die Regentropfen auf der Haut. Sehr heftig war der Guß nicht, aber mehr als eine Runde habe ich so nicht geschafft!
Das ist das Dumme in dieser Zeit. Wenn man sowieso schon müde ist,dann ist es so einfach, Ausreden zu finden.
Wenn ich das Gebet und die Stille mit Gott erst einmal aufschiebe, dann wird es immer schwerer zur Ruhe zu kommen, und das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Und bei dem vielen Durcheinander ist dieses innere Aufräumen doch so unendlich wichtig. Herr hilf mir,daß ich mich dabei nicht stören lasse! Der Teufel heißt Diabolos, der Durcheinanderwerfer. Wir brauchen aber immer wieder klare Linien, die zeigen wo der Weg hergeht.
Montag, 13. Juli 2009
Freitag, 26. Juni 2009
Miteinander reden
Bevor es richtig heiß wird,fahren wir mit den Mitarbeitern unserer Denomination in die Berge zu einem Retreat. Da wird dann über anfallende Probleme und Themen gesprochen, die Bibel studiert, gemeinsam gearbeitet und gegessen. In den Häusern ergeben sich spontan oft gute Gespräche. In dieser Zeit ist mir einiges aufgefallen.
In dem Maße indem wir kontroverse Themen diskutieren,kommen wir uns näher. Das gilt für japanische Pastoren und deutsche Missionare genauso wie für Dienstanfänger und Veteranen.
Es ist ganz natürlich,daß wir manche Dinge unterschiedlich beurteilen. In einem Land wie Japan,wo so viel Wert auf Harmonie und äußere Einheit gelegt wird,muß man das erst wieder neu akzeptieren lernen. Entscheidungen,die die Verantwortlichen in gutem Wissen getroffen haben,werden erst mal hinterfragt. Dazu trauen sich die Älteren meistens eher als die Jüngeren.(Überhaupt scheint mir manchmal,daß der Unterschied zwischen den Generationen größer geworden ist als der zwischen den Nationen. Mit der rasenden Entwicklung des IT Zeitalters kommen nicht mehr alle mit.)Aber da,wo wir ehrlich mit einander auch über unsere Grenzen,unser Versagen und unsere Enttäuschungen reden, da finden wir auch Verständnis und Offenheit. Für mich ist es immer wieder ein neues Aha-Erlebnis,zu merken daß die Einheit,von der unser Herr gesprochen hat,kein Wunschtraum ist. Der Herr selbst hat sie geschaffen.
Auf der andern Seite : wenn wir die Probleme ignorieren, bleibt die Atmosphäre spannungsgeladen. Was nicht ans Licht kommt,das wühlt im Dunkeln weiter und sorgt für Unzufriedenheit und schlaflose Nächte.
In dem Maße indem wir kontroverse Themen diskutieren,kommen wir uns näher. Das gilt für japanische Pastoren und deutsche Missionare genauso wie für Dienstanfänger und Veteranen.
Es ist ganz natürlich,daß wir manche Dinge unterschiedlich beurteilen. In einem Land wie Japan,wo so viel Wert auf Harmonie und äußere Einheit gelegt wird,muß man das erst wieder neu akzeptieren lernen. Entscheidungen,die die Verantwortlichen in gutem Wissen getroffen haben,werden erst mal hinterfragt. Dazu trauen sich die Älteren meistens eher als die Jüngeren.(Überhaupt scheint mir manchmal,daß der Unterschied zwischen den Generationen größer geworden ist als der zwischen den Nationen. Mit der rasenden Entwicklung des IT Zeitalters kommen nicht mehr alle mit.)Aber da,wo wir ehrlich mit einander auch über unsere Grenzen,unser Versagen und unsere Enttäuschungen reden, da finden wir auch Verständnis und Offenheit. Für mich ist es immer wieder ein neues Aha-Erlebnis,zu merken daß die Einheit,von der unser Herr gesprochen hat,kein Wunschtraum ist. Der Herr selbst hat sie geschaffen.
Auf der andern Seite : wenn wir die Probleme ignorieren, bleibt die Atmosphäre spannungsgeladen. Was nicht ans Licht kommt,das wühlt im Dunkeln weiter und sorgt für Unzufriedenheit und schlaflose Nächte.
Sonntag, 7. Juni 2009
Die Predigerfirma ist toll!
Sind wir schon so weit,daß die Predigten bei einer Firma bestellt werden können? Oder gibt es eine Firma,die Prediger herstellt? Weder noch. Es handelt sich nur um eine allzu wörtliche Übersetzung aus dem Englischen "Great is the company of the preachers."Psalm 68,12. Händel hat diese Stelle wunderbar vertont im Messias als No.37. Wir sangen das am Samstag im Messiaschor in Miyoshi.
Der Herr gibt ein Wort- der Freudenbotinnen ist eine große Schar. Wie wurde es möglich,daß aus der Pastorenfirma eine große Schar von Freudenbotinnen wurde? (Liegt das daran,daß die Frauen immer mehr männliche Monopole erobert haben?)
Die Leiterin des Chores (die noch keine Christin ist) hat das gut erklärt. Die ersten,die von der Auferstehung Jesu erfuhren,waren Frauen. Sie waren anscheinend die Freudenbotinnen,von denen David im Psalm sprach. Und die Chorleiterin sagte,daß das Evangelium doch eine gute Sache sei, und daß in der von Freude bewegten Melodie dieses Chorstückes ausgedrückt wird,wie immer mehr Menschen von der frohen Botschaft erreicht werden.
Das hat mir gefallen. Erstaunlich,wie unser Gott Menschen gebraucht,um sein Evamgelium weiterzutragen! Ob die Frau wohl gemerkt hat,daß sie selber zu einer Freudenbotin geworden ist? Ich jedenfalls habe ich mich gefreut,als ich das hörte.
Der Herr gibt ein Wort- der Freudenbotinnen ist eine große Schar. Wie wurde es möglich,daß aus der Pastorenfirma eine große Schar von Freudenbotinnen wurde? (Liegt das daran,daß die Frauen immer mehr männliche Monopole erobert haben?)
Die Leiterin des Chores (die noch keine Christin ist) hat das gut erklärt. Die ersten,die von der Auferstehung Jesu erfuhren,waren Frauen. Sie waren anscheinend die Freudenbotinnen,von denen David im Psalm sprach. Und die Chorleiterin sagte,daß das Evangelium doch eine gute Sache sei, und daß in der von Freude bewegten Melodie dieses Chorstückes ausgedrückt wird,wie immer mehr Menschen von der frohen Botschaft erreicht werden.
Das hat mir gefallen. Erstaunlich,wie unser Gott Menschen gebraucht,um sein Evamgelium weiterzutragen! Ob die Frau wohl gemerkt hat,daß sie selber zu einer Freudenbotin geworden ist? Ich jedenfalls habe ich mich gefreut,als ich das hörte.
Samstag, 30. Mai 2009
Fröhliche Pfingsten!
Ja was gibt es da eigentlich zu gratulieren, an diesem Tag,der in der Tradition als "stilles Fest" beschrieben wurde, obwohl bei dem ersten Pfingsten ein ziemlicher Lärm geherrscht haben muß?
Wenn die Kritiker damals den ersten Christen vorwarfen, sie seien betrunken, dann kann es ja mit der Stille nicht so weit her gewesen sein. Sie haben die großen Taten Gottes ja immerhin so laut verkündet, daß sich die Leute gewundert haben.
Die Freude kam dann später,als die Predigt des Petrus zuerst eine große Betroffenheit ausgelöst hatte,die in der Frage gipfelte : "Was sollen wir denn tun!" Zum ersten Mal war den Bewohnern von Jerusalem aufgegangen,daß die Kreuzigung Jesu ein Affront gegen Gott gewesen war,der ihnen den Christus gesandt hatte.
Erst als die Leute sich der Vergebung Gottes gewiß waren,da brach dann auch die Freude durch. Und es scheint,daß die Freude über Gottes Barmherzigkeit die Atmophäre in der Urgemeinde entscheidend geprägt hat. Aus dem Wissen, von Gott geliebt zu sein, erwuchs dann auch die Liebe für einander. Eigener Grundbesitz wurde verkauft,damit man den Mittellosen helfen konnte. "Gott ist gut. Wir können ihm vertrauen." Aus dieser Gewißheit entstand Geborgenheit und Offenheit für andere. Wenn wir auch dahin kommen können,dann haben wir auch "fröhliche Pfingsten". Und weil Gott sich nicht geändert hat, ist diese Chance durchaus real. Wenn wir sie nutzen wollen.
Wenn die Kritiker damals den ersten Christen vorwarfen, sie seien betrunken, dann kann es ja mit der Stille nicht so weit her gewesen sein. Sie haben die großen Taten Gottes ja immerhin so laut verkündet, daß sich die Leute gewundert haben.
Die Freude kam dann später,als die Predigt des Petrus zuerst eine große Betroffenheit ausgelöst hatte,die in der Frage gipfelte : "Was sollen wir denn tun!" Zum ersten Mal war den Bewohnern von Jerusalem aufgegangen,daß die Kreuzigung Jesu ein Affront gegen Gott gewesen war,der ihnen den Christus gesandt hatte.
Erst als die Leute sich der Vergebung Gottes gewiß waren,da brach dann auch die Freude durch. Und es scheint,daß die Freude über Gottes Barmherzigkeit die Atmophäre in der Urgemeinde entscheidend geprägt hat. Aus dem Wissen, von Gott geliebt zu sein, erwuchs dann auch die Liebe für einander. Eigener Grundbesitz wurde verkauft,damit man den Mittellosen helfen konnte. "Gott ist gut. Wir können ihm vertrauen." Aus dieser Gewißheit entstand Geborgenheit und Offenheit für andere. Wenn wir auch dahin kommen können,dann haben wir auch "fröhliche Pfingsten". Und weil Gott sich nicht geändert hat, ist diese Chance durchaus real. Wenn wir sie nutzen wollen.
Dienstag, 19. Mai 2009
Maskiert in Osaka
Susi brauchte einen neuen Paß. Das Deutsche Generalkonsulat hatte im letzten Jahr wegen mangelnder Technik ihren Paß nicht auf 10 Jahre erneuert sondern nur um ein Jahr verlängert. So mußten wir etwas unternehmen. Das Amt,das für uns in Mittel- bis Westjapan lebenden Deutschen zuständig ist,befindet sich seit einiger Zeit in Osaka.(Was war das doch früher einfach,als wir nur nach Nagoya brauchten! Aber davor mußten wir bis nach Kobe,was noch ein bißchen weiter weg ist.)
Wir hatten also schon über Fahrmöglichkeiten usw nach gedacht. Weil Barbara im Augenblick keine Zeit hatte,wollte ich mit meiner Tochter nach Osaka fahren. Und Susanne wollte die Gelegenheit nutzen,um eine Bekannte aus Ogaki zu treffen,die jetzt in Osaka wohnt.
Aber dann kamen am Montagabend die Sieben Uhrs Nachrichten, die sich die Barbara nicht gerne entgehen läßt. Diesmal hatten sie auch einen Effekt. Die steigenden Zahlen der von Schweinegrippe Infizierten in dieser japanischen Großstadt waren furchterregend.Also fuhr die beste aller Ehefrauen zur Drogerie,um Grippemasken zu holen. Erst lehnte ich das total ab, dann ließ ich mich überzeugen. Wer würde mich denn pflegen,wenn mich ich mutwillig in Gefahr begeben hätte. Bei allem was mit Gesunheit und so weiter zu tun hat, ist mir meine Frau haushoch überlegen. Dagegen zu opponieren ist Energievergeudung.
Und so wurden Susanne und ich heute morgen zur U Bahn gebracht. Da gab es tatsächlich schon Maskierte. Das waren gar nicht so wenig. Auch in der Shinkansen(im Superexpress) wurden es immer mehr Maskenträger je näher wir uns Osaka näherten. Bevor wir in den normalen Zug in Osaka umstiegen, machte ich es wie der Mann im Sitz neben an: ich zog mir die Maske vors Gesicht. Ich wunderte mich : auch in der Deutschen Botschaft entstand keine Panik,als wir beiden Maskierten auftauchten. Als auf ihre Gesundheit bedachte Menschen hatten die Angestellten auch ihre Maske an. Als wir später unsere Bekannte zum Essen trafen,war ich mir erst nicht sicher,ob sie es wirklich war. Wegen der Maske.
Nur beim Essen wurde die Maskerade abgelegt. Ich atmete auf:Es gibt doch noch ein bißchen Normalität.
Mittwoch, 13. Mai 2009
was wollen wir hier eigentlich?
Ja,die Frage kommt einem hin und wieder schon mal. Im Augenblick, wo es alles grüner und wärmer wird,ist es ja noch prima hier in Japan. Und solange ich in meinem Tempo arbeiten kann,bin ich auch zufrieden. Aber wenn dann die Probleme Schlag auf Schlag kommen,wenn man nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, wenn man sieht,daß die Kinder in dieser Gesellschaft nicht immer so einfach zurechtkommen. Man bildet sich leicht ein, "zu Hause" sei alles einfacher,was natürlich nicht stimmt. Aber dann kommen die Fragen. Oder wenn man beunruhigende Nachrichten von den Verwandten hört,denen man ja vielleicht helfen könnte.
Aber auch das sind ja nur Spekulationen. Oder wenn ich was falsch gemacht habe, oder ich den Eindruck habe, ich könnte nichts mehr.
Weshalb bin ich in Japan, und nicht im Lande der Brötchen und Würstchen? Ich habe das mir nicht selbst ausgesucht. Das ist schon eine starke Ermutigung,nicht so schnell aufzugeben. Ich habe nicht einer Laune nachgegeben oder einem undefinierbaren Gefühl. Ich bin hier,weil Gott mir unmißverständlich klar gemacht hat,daß er mich hier haben will. Wenn der Allmächtige und Allweise mich in dieses Land geführt hat,dann hat er sich auch etwas dabei gedacht. Dann muß ich nicht beweisen,daß ich der richtige Mann bin. Dann kann ich einfach der Führung Gottes vertrauen. Das gibt mir Gelassenheit und Frieden.
Und was ich will? Natürlich den Auftrag ausführen,den mein Herr für mich hat. Er kennt mich,meine Stärken und meine Grenzen. Er verlangt nicht von mir,was ich gar nicht kann. Ich kann ihm vertrauen. Und ich will meinen Herrn auch nicht enttäuschen. Ich will das tun,was er will. Ich will seinen Frieden weitergeben. Ich will andern weitersagen,daß Gott gut ist,daß es sich lohnt, mit ihm zu leben.
Aber auch das sind ja nur Spekulationen. Oder wenn ich was falsch gemacht habe, oder ich den Eindruck habe, ich könnte nichts mehr.
Weshalb bin ich in Japan, und nicht im Lande der Brötchen und Würstchen? Ich habe das mir nicht selbst ausgesucht. Das ist schon eine starke Ermutigung,nicht so schnell aufzugeben. Ich habe nicht einer Laune nachgegeben oder einem undefinierbaren Gefühl. Ich bin hier,weil Gott mir unmißverständlich klar gemacht hat,daß er mich hier haben will. Wenn der Allmächtige und Allweise mich in dieses Land geführt hat,dann hat er sich auch etwas dabei gedacht. Dann muß ich nicht beweisen,daß ich der richtige Mann bin. Dann kann ich einfach der Führung Gottes vertrauen. Das gibt mir Gelassenheit und Frieden.
Und was ich will? Natürlich den Auftrag ausführen,den mein Herr für mich hat. Er kennt mich,meine Stärken und meine Grenzen. Er verlangt nicht von mir,was ich gar nicht kann. Ich kann ihm vertrauen. Und ich will meinen Herrn auch nicht enttäuschen. Ich will das tun,was er will. Ich will seinen Frieden weitergeben. Ich will andern weitersagen,daß Gott gut ist,daß es sich lohnt, mit ihm zu leben.
Montag, 4. Mai 2009
Was ist eigentlich so golden an dieser Woche?
Ende April/Anfang Mai feiert Japan regelmäßig die "Goldene Woche." Die Reiseunternehmen, die großen Kaufhäuser sind daran interessiert,daß sich die Massen in Bewegung setzen und der Rubel rollt.Aber daran sind wir ja gewohnt in diesem Land, wo der Valentinstag die Schokoladefabrikanten zu einer einzigartigen Strategie angeregt hat. Die Mädchen sollen den jungen Männern ihres Gefallens Schokolade schenken,um ihnen auf diese Weise ihre Sympathie zu gestehen. Und einen Monat später dürfen sich die Männer dann mit weißer Schokolade revanchieren.(Darauf muß man erst mal kommen!)
Also Freizeit hat in Japan immer auch mit Geldausgeben zu tun. Damit müssen wir leben. Vielleicht gelingt es uns ja eines Tages noch einen Lebensstil als attraktiv anzupreisen, weil nicht mehr Geld zum Ausgeben da ist, aber bisher war hier Geiz noch nie geil.
Also die Goldene Woche bringt Gold ein, sonst stimmt etwas nicht. Es gab ja mal tatsächlich eine Zeit,wo die Leute so viel zu tun hatten,daß sie sich über einen freien Tag freuten. Und die Leute, die krank waren, gingen trotzdem zur Arbeit, weil alles andere einfach langweilig war. Da waren die Feiertage im Frühling, bevor es so richtig heiß wurde, schon angenehm.
Die Gelegenheit,Verwandte und Freunde zu besuchen, wird natürlich von vielen begrüßt. Und weil man den Stau auf den Autobahnen, in dem Superexpress oder auf dem Flughafen gewohnt ist, beschwert sich auch keiner. Neujahr und im August ist es ja ähnlich.
Einige Leute aber entdecken auf diese Weise den Wert des einfachen Lebens. Statt stundenlang im Stau zu stehen,kann man ja auch eine Wanderung in die Umgebung machen,oder mit dem Rad die Nachbarschaft erkunden. Es ist die Zeit in der alles grünt. Bei dem richtigen Wetter kann man das so richtig genießen. Und Gott danken für seine Schöpfung.
Also Freizeit hat in Japan immer auch mit Geldausgeben zu tun. Damit müssen wir leben. Vielleicht gelingt es uns ja eines Tages noch einen Lebensstil als attraktiv anzupreisen, weil nicht mehr Geld zum Ausgeben da ist, aber bisher war hier Geiz noch nie geil.
Also die Goldene Woche bringt Gold ein, sonst stimmt etwas nicht. Es gab ja mal tatsächlich eine Zeit,wo die Leute so viel zu tun hatten,daß sie sich über einen freien Tag freuten. Und die Leute, die krank waren, gingen trotzdem zur Arbeit, weil alles andere einfach langweilig war. Da waren die Feiertage im Frühling, bevor es so richtig heiß wurde, schon angenehm.
Die Gelegenheit,Verwandte und Freunde zu besuchen, wird natürlich von vielen begrüßt. Und weil man den Stau auf den Autobahnen, in dem Superexpress oder auf dem Flughafen gewohnt ist, beschwert sich auch keiner. Neujahr und im August ist es ja ähnlich.
Einige Leute aber entdecken auf diese Weise den Wert des einfachen Lebens. Statt stundenlang im Stau zu stehen,kann man ja auch eine Wanderung in die Umgebung machen,oder mit dem Rad die Nachbarschaft erkunden. Es ist die Zeit in der alles grünt. Bei dem richtigen Wetter kann man das so richtig genießen. Und Gott danken für seine Schöpfung.
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