“Nun weiß und glaub ichs feste ich rühms auch ohne Scheu, dass Gott der Höchst‘ und Beste
mein Freund und Vater sei.“ Bei dieser Strophe sollten aber nur die mitsingen, die auch wirklich an Jesus glauben. Über diese „Ausgrenzung“ ärgerte sich die junge Frau. Glaubte der Pastor denn, er könnte ihr verbieten, was sie singen dürfte und was nicht? Dass sie selbst eine gläubige Christin sei, dass konnte sie nicht sagen. Ihre Eltern gingen zwar regelmäßig zur Kirche und waren auch überzeugt von dem, was sie glaubten. Sie selbst aber hatte auch manche Leute kennengelernt, bei denen der Glaube nur oberflächlich war. Das hatte sie abgeschreckt. Als dann die Nationalsozialisten an die Öffentlichkeit kamen, war sie begeistert. Die Fahnen und die flotten Lieder begeisterten sie. „Heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt!“ Das konnte sie von Herzen mitsingen.
Umso größer war dann die Enttäuschung, als sich herausstellte, dass alles Lug und Trug gewesen war. Als 1945 alle Illusionen wie Seifenblasen platzten, als die Friedensglocken läuteten und einen verlorenen Krieg bezeugten, da fühlte sie sich verraten. Es war der Zeitpunkt an dem viele junge Leute sich in Evangelisationen und christliche Versammlungen einladen ließen. Die junge Frau wußte klar : ich bin kein Christ. Und eigentlich wäre es ja konsequent gewesen, ein Lied, das so fest den Glauben an „Gott, den Höchst‘ und Besten“, der „mein Freund und Vater“ ist bekennt, nicht mitzusingen. Aber „das lasse ich mir doch nicht verbieten!“ dachte sie und sang es trotzdem. Und während des Singens merkte sie : „das stimmt ja! Gott ist auf meiner Seite. Gott ist mein Freund und Vater!“
So begann der Glaube meiner Mutter. Im Jugendkreis der Freien evangelischen Gemeinde lernte sie meinen Vater kennen. 1947 heiratete sie meinen Vater. Den beiden wurden sieben Kinder geschenkt. Ich bin der Älteste. Meine Mutter hat mir schon früh die biblischen Geschichten erzählt und mich beten gelehrt. Von Ihr habe ich auch die Freude am Singen, besonders in der Adventszeit. Wir hatten eine frohe Kindheit. Später als mein Vater gestorben war und ich mit meiner Frau als Missonare nach Japan ausreisten, hat sie uns ziehen lassen. Bis vor ungefähr zwei Wochen standen wir in E-Mail Kontakt. Am 24. November ist sie verstorben. Sie war bereit und ist jetzt bei ihrem Herrn. Ich bin Gott von Herzen dankbar für meine Mutter.
Sie hatte Licht-und Schattenseiten(wie jeder Mensch). Über Wachstum im Glauben sagte sie einmal : Je älter ich werde, desto mehr erkenne ich meine Fehler. Umso mehr muss ich staunen über die unendliche Gnade Gottes, der mich trotzdem liebhat.
Freitag, 25. November 2011
Meine Mutter
“Nun weiß und glaub ichs feste ich rühms auch ohne Scheu, dass Gott der Höchst‘ und Beste
mein Freund und Vater sei.“ Bei dieser Strophe sollten aber nur die mitsingen, die auch wirklich an Jesus glauben. Über diese „Ausgrenzung“ ärgerte sich die junge Frau. Glaubte der Pastor denn, er könnte ihr verbieten, was sie singen dürfte und was nicht? Dass sie selbst eine gläubige Christin sei, dass konnte sie nicht sagen. Ihre Eltern gingen zwar regelmäßig zur Kirche und waren auch überzeugt von dem, was sie glaubten. Sie selbst aber hatte manche Leute kennengelernt, bei denen der Glaube nur oberflächlich war. Das hatte sie abgeschreckt. Als dann die Nationalsozialisten an die Öffentlichkeit kamen, war sie begeistert. Die Fahnen und die flotten Lieder begeisterten sie. „Heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt!“ Das konnte sie von Herzen mitsingen.
Umso größer war dann die Enttäuschung, als sich herausstellte, dass alles Lug und Trug gewesen war. Als 1945 alle Illusionen wie Seifenblasen platzten, als die Friedensglocken läuteten und einen verlorenen Krieg bezeugten, da fühlte sie sich verraten. Es war der Zeitpunkt an dem viele junge Leute sich in Evangelisationen und christliche Versammlungen einladen ließen. Die junge Frau wußte klar : ich bin kein Christ. Und eigentlich wäre es ja konsequent gewesen, ein Lied, das so fest den Glauben an „Gott, den Höchst‘ und Besten“, der „mein Freund und Vater“ ist bekennt, nicht mitzusingen. Aber „das lasse ich mir doch nicht verbieten!“ dachte sie und sang es trotzdem. Und während des Singens merkte sie : „das stimmt ja! Gott ist auf meiner Seite. Gott ist mein Freund und Vater!“
So begann der Glaube meiner Mutter. Im Jugendkreis der Freien evangelischen Gemeinde lernte sie meinen Vater kennen. 1947 heiratete sie meinen Vater. Den beiden wurden sieben Kinder geschenkt. Ich bin der Älteste. Meine Mutter hat mir schon früh die biblischen Geschichten erzählt und mich beten gelehrt. Von Ihr habe ich auch die Freude am Singen, besonders in der Adventszeit. Wir hatten eine frohe Kindheit. Später als mein Vater gestorben war und ich mit meiner Frau als Missonare nach Japan ausreisten, hat sie uns ziehen lassen. Bis vor ungefähr zwei Wochen standen wir in E-Mail Kontakt. Am 24. November ist sie verstorben. Sie war bereit und ist jetzt bei ihrem Herrn. Ich bin Gott von Herzen dankbar für meine Mutter.
Sie hatte Licht-und Schattenseiten(wie jeder Mensch). Über Wachstum im Glauben sagte sie einmal : Je älter ich werde, desto mehr erkenne ich meine Fehler. Umso mehr muss ich staunen über die unendliche Gnade Gottes, der mich trotzdem liebhat.
mein Freund und Vater sei.“ Bei dieser Strophe sollten aber nur die mitsingen, die auch wirklich an Jesus glauben. Über diese „Ausgrenzung“ ärgerte sich die junge Frau. Glaubte der Pastor denn, er könnte ihr verbieten, was sie singen dürfte und was nicht? Dass sie selbst eine gläubige Christin sei, dass konnte sie nicht sagen. Ihre Eltern gingen zwar regelmäßig zur Kirche und waren auch überzeugt von dem, was sie glaubten. Sie selbst aber hatte manche Leute kennengelernt, bei denen der Glaube nur oberflächlich war. Das hatte sie abgeschreckt. Als dann die Nationalsozialisten an die Öffentlichkeit kamen, war sie begeistert. Die Fahnen und die flotten Lieder begeisterten sie. „Heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt!“ Das konnte sie von Herzen mitsingen.
Umso größer war dann die Enttäuschung, als sich herausstellte, dass alles Lug und Trug gewesen war. Als 1945 alle Illusionen wie Seifenblasen platzten, als die Friedensglocken läuteten und einen verlorenen Krieg bezeugten, da fühlte sie sich verraten. Es war der Zeitpunkt an dem viele junge Leute sich in Evangelisationen und christliche Versammlungen einladen ließen. Die junge Frau wußte klar : ich bin kein Christ. Und eigentlich wäre es ja konsequent gewesen, ein Lied, das so fest den Glauben an „Gott, den Höchst‘ und Besten“, der „mein Freund und Vater“ ist bekennt, nicht mitzusingen. Aber „das lasse ich mir doch nicht verbieten!“ dachte sie und sang es trotzdem. Und während des Singens merkte sie : „das stimmt ja! Gott ist auf meiner Seite. Gott ist mein Freund und Vater!“
So begann der Glaube meiner Mutter. Im Jugendkreis der Freien evangelischen Gemeinde lernte sie meinen Vater kennen. 1947 heiratete sie meinen Vater. Den beiden wurden sieben Kinder geschenkt. Ich bin der Älteste. Meine Mutter hat mir schon früh die biblischen Geschichten erzählt und mich beten gelehrt. Von Ihr habe ich auch die Freude am Singen, besonders in der Adventszeit. Wir hatten eine frohe Kindheit. Später als mein Vater gestorben war und ich mit meiner Frau als Missonare nach Japan ausreisten, hat sie uns ziehen lassen. Bis vor ungefähr zwei Wochen standen wir in E-Mail Kontakt. Am 24. November ist sie verstorben. Sie war bereit und ist jetzt bei ihrem Herrn. Ich bin Gott von Herzen dankbar für meine Mutter.
Sie hatte Licht-und Schattenseiten(wie jeder Mensch). Über Wachstum im Glauben sagte sie einmal : Je älter ich werde, desto mehr erkenne ich meine Fehler. Umso mehr muss ich staunen über die unendliche Gnade Gottes, der mich trotzdem liebhat.
Freitag, 11. November 2011
Der Einzelne ist wichtig!
Vor kurzem stand in den Nachrichten, dass ein 14 Jähriger Selbstmord gemacht habe. In Tokyo habe er die Absperrung überklettert und sich vor den Zug geworfen. Die Mutter sagte, dass er sich vorher beklagt habe, dass ihn das Lernen so fertig gemacht hätte.
Bei solchen Nachrichten merkt man seine ganze Hilflosigkeit. Kinder, die noch nicht begriffen haben, dass ihr Leben einen unschätzbaren Wert hat, werfen es weg. Was nützt da der hohe Stand der Technik und der hohe Lebensstandard? Die Menschen brauchen das Wort Gottes, das ihnen sagt, wie einzigartig und wichtig sie sind!
Gestern lasen wir in der englischen Bibelstunde den Psalm 90. Und wir waren uns darüber einig, dass das Leben tatsächlich schnell vorbei geht. Wir lasen von dem Zorn Gottes über die menschliche Dummheit, den Schöpfer zu ignorieren und es auf eigene Faust zu versuchen. Wir wussten aber auch um die Liebe des Vaters, der es dabei nicht stehen ließ. Gott setzte Himmel und Erde in Bewegung, damit wir verlorenen Söhne und Töchter den Weg zum Vaterhaus finden sollten.
In diesem Land hat sich das noch nicht herumgesprochen, wie wichtig ein einzelner Mensch ist. Noch immer wird in Japan die Gruppe wichtiger genommen als ein einzelner. Und ich als Missionar muss sehr aufpassen, dass mir der gute Hirte nicht aus den Augen gerät, der die 100 Schafe in der Wüste ließ, um das eine verlorene zu suchen. Diese Gefahr ist sehr groß.
Bei solchen Nachrichten merkt man seine ganze Hilflosigkeit. Kinder, die noch nicht begriffen haben, dass ihr Leben einen unschätzbaren Wert hat, werfen es weg. Was nützt da der hohe Stand der Technik und der hohe Lebensstandard? Die Menschen brauchen das Wort Gottes, das ihnen sagt, wie einzigartig und wichtig sie sind!
Gestern lasen wir in der englischen Bibelstunde den Psalm 90. Und wir waren uns darüber einig, dass das Leben tatsächlich schnell vorbei geht. Wir lasen von dem Zorn Gottes über die menschliche Dummheit, den Schöpfer zu ignorieren und es auf eigene Faust zu versuchen. Wir wussten aber auch um die Liebe des Vaters, der es dabei nicht stehen ließ. Gott setzte Himmel und Erde in Bewegung, damit wir verlorenen Söhne und Töchter den Weg zum Vaterhaus finden sollten.
In diesem Land hat sich das noch nicht herumgesprochen, wie wichtig ein einzelner Mensch ist. Noch immer wird in Japan die Gruppe wichtiger genommen als ein einzelner. Und ich als Missionar muss sehr aufpassen, dass mir der gute Hirte nicht aus den Augen gerät, der die 100 Schafe in der Wüste ließ, um das eine verlorene zu suchen. Diese Gefahr ist sehr groß.
Montag, 31. Oktober 2011
Revolution oder Reformation?
Heute vor 494 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Kirchentüre in Wittenberg. Als ich kurz nach der Wende in Deutschland war und auch durch Wittenberg kam,habe ich gestaunt. Die Tür schien mir gar nicht so imposant oder auffällig, im Vergleich zu der Wirkung, die der Thesenanschlag auslöste. Und der Mönch,der eigentlich nur eine theologische Diskussion anregen wollte, über das was ihm ans einer Kirche bedenklich erschien, sah sich in einen Strudel der Ereignisse hineingezogen, der ihn immer mehr in den Gegensatz zu Tradition und Establishment brachte. Dem Bannfluch des Papstes trotzte er, in dem er seine Drohschrift verbrannte. Vor Kaiser und Reich sprach er"Hier stehe ich,ich kann nicht anders.Gott helfe mir."
Luther selbst war auch nicht zimperlich, und nicht alles was er schrieb und tat,war richtig. Und doch brauchte Gott ihn, damit die Deutschen die Bibel in ihrer eigenen Sprache lesen konnten. Und damit alle merkten, dass es einen Maßstab gibt, an dem sich auch Papst und Kaiser messen lassen müssen.(Dass schlaue Politiker sowohl die katholische als auch die protestantische Kirche zu ihren eigenen Nutzen missbrauchten, ändert daran nichts,dass es diesen Masstab gibt.)
Nach der Reformation war es nicht mehr möglich,einen Kreuzzug zu veranstalten. Seit alle lesen konnten :"Liebet eure Feinde!",wäre es nicht mehr möglich gewesen auf einen Aufruf begeistert zu antworten :"Gott will es!", weil jeder der lesen konnte, sich davon überzeugen konnte,dass Gott etwas anderes wollte.
Heute hat sich die Medienlandschaft grundlegend geändert.Durch Internet ist die Welt verbunden.Man kann Apelle zu allen Menschen senden,die Computer oder Handy besitzen.Bisher wurde das nur für Parties ausgenutzt, einmal sogar für eine politische Demo. Aber wirklich verändert hat sich dadurch nichts. Der unscheinbare Mönch mit seinem Poster an der Kirchentür hat mehr erreicht.
Luther selbst war auch nicht zimperlich, und nicht alles was er schrieb und tat,war richtig. Und doch brauchte Gott ihn, damit die Deutschen die Bibel in ihrer eigenen Sprache lesen konnten. Und damit alle merkten, dass es einen Maßstab gibt, an dem sich auch Papst und Kaiser messen lassen müssen.(Dass schlaue Politiker sowohl die katholische als auch die protestantische Kirche zu ihren eigenen Nutzen missbrauchten, ändert daran nichts,dass es diesen Masstab gibt.)
Nach der Reformation war es nicht mehr möglich,einen Kreuzzug zu veranstalten. Seit alle lesen konnten :"Liebet eure Feinde!",wäre es nicht mehr möglich gewesen auf einen Aufruf begeistert zu antworten :"Gott will es!", weil jeder der lesen konnte, sich davon überzeugen konnte,dass Gott etwas anderes wollte.
Heute hat sich die Medienlandschaft grundlegend geändert.Durch Internet ist die Welt verbunden.Man kann Apelle zu allen Menschen senden,die Computer oder Handy besitzen.Bisher wurde das nur für Parties ausgenutzt, einmal sogar für eine politische Demo. Aber wirklich verändert hat sich dadurch nichts. Der unscheinbare Mönch mit seinem Poster an der Kirchentür hat mehr erreicht.
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Wie die Welt besser wird
Am 5.Oktober starb Steve Jobs, noch immer wird er gepriesen als ein großer Weltverbesserer. Dabei war der ehemalige Chef von Apple und co. eigentlich nur ein begnadeter Verkäufer. Die Witze seiner Fans die ihn im Himmel zeigen, wo Gott von ihm erwartet, dass er Moses beim Updaten der Zehn Gebote helfen soll, bringen einen zum Lachen. Sie zeigen aber auch, wie sehr unsere Zeitgenossen in ihrem Denken beschränkt sind. Dass es eine Welt außerhalb des Handys oder des Notebooks gibt, haben die meisten tatsächlich schon vergessen. Es zählt nur noch, was man auf dem Bildschirm sehen kann, egal wie groß oder klein er ist.
Dass es Mitmenschen gibt, die reale Schmerzen empfinden, weil sie nicht die nötige Medizin bekommen, dass andere sterben müssen, weil ihnen die Nahrungsmittel fehlen, dass man politische Ungerechtigkeit nicht durch eine Abstimmung per Internet abschaffen kann – das alles wird vergessen.
Die Zehn Gebote (Gott wirklich Gott sein lassen! du sollst nicht stehlen, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen usw) brauchen kein Update. Die sind zeitlos gültig. Das Problem ist eher, dass wir Menschen uns nicht daran halten und weder Gott noch den Nächsten lieben, sondern nur noch uns selbst.
Die Welt wird nicht besser durch neue technische Geräte, sie kann nur besser werden durch erneuerte Menschen. Die Bibel sagt :“Wenn ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon eine neue Schöpfung. Was früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“ 2.Korinther5,17
Dass es Mitmenschen gibt, die reale Schmerzen empfinden, weil sie nicht die nötige Medizin bekommen, dass andere sterben müssen, weil ihnen die Nahrungsmittel fehlen, dass man politische Ungerechtigkeit nicht durch eine Abstimmung per Internet abschaffen kann – das alles wird vergessen.
Die Zehn Gebote (Gott wirklich Gott sein lassen! du sollst nicht stehlen, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen usw) brauchen kein Update. Die sind zeitlos gültig. Das Problem ist eher, dass wir Menschen uns nicht daran halten und weder Gott noch den Nächsten lieben, sondern nur noch uns selbst.
Die Welt wird nicht besser durch neue technische Geräte, sie kann nur besser werden durch erneuerte Menschen. Die Bibel sagt :“Wenn ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon eine neue Schöpfung. Was früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“ 2.Korinther5,17
Dienstag, 16. August 2011
Wer ist mein Nächster?
Die Geschichte muss schon über 20 Jahre her sein. Ich half beim Umzug einer Missionarin mit. Weil alles so schnell ging, und ich den Anschluss an das Auto vor mir halten wollte, passte ich einmal nicht auf-und schon hatte es gekracht! Es war nur Blechschaden. Die Polizei war auch sehr großzügig. Aber die Sache belastete mich dennoch. Ein Mitmissionar rief mich noch am gleichen Abend an, und dieses Gespräch baute mich wieder auf. Ich bin froh und dankbar, dass ich das erlebt habe.
In der letzten Zeit sprach ich mit anderen Missionaren, die unter den Nacheffekten des Fukushima-Erdbebens am 11.März dieses Jahres leiden. Die unterschiedliche Berichterstattung der Deutschen Presse und der japanischen Presse war offensichtlich. Besonders für die Missionare im Raum Tokyo sah es nach der Schilderung der Deutschen Medien kritisch bis lebensgefährlich aus. Da schien es für einige Missionen geraten, ihre Missionare mit ihren Familien nach Deutschland zurückzurufen. Unser Arbeitsgebiet im Raum Nagoya ist ca 400km von Tokyo entfernt, und deshalb der Gefahr einer nuklearen Kontamination nicht so unmittelbar ausgesetzt. Trotzdem hielt das Krisenteam unserer Mission es für richtig, alle Kurzzeitmissionare vorrübergehend nach Deutschland zu rufen.
Die Probleme traten zutage, als die Langzeitmissionare wieder in ihre Gemeinden zurückkamen. Einige Gemeinden waren so enttäuscht, dass die Missionare sie aus ihrer Sicht im Stich gelassen hatten, dass sie sie nicht mehr aufnehmen wollten. Sie hatten nicht verstanden, dass diese Missionare nicht freiwillig, sondern auf Anordnung ihrer Mission zurückgeflogen waren. Und das Schlimme ist, dass es bis jetzt noch nicht gelungen ist, dieses Missverständnis zu klären.
Da sind also unsere Mitarbeiter, die sich genauso für unsern Herrn eingesetzt haben, wie wir auch, die plötzlich aus ihrer vertrauten Missionsarbeit herausgerissen wurden, die miterleben mussten, wie ihre Kinder in eine ihnen fremde Umwelt in Deutschland versetzt wurden, und die danach wieder in die andere fremde Kultur in Japan hinein mussten. Und jedesmal ist es ein Kampf für sie.
Und diese Mitarbeiter, die um Jesu willen wieder zurückgekommen sind, die müssen dann hören, dass sie unerwünscht sind! Wie muss das wehtun! Das ist eine Ohrfeige, die sie nicht verdient haben.
Ich finde,dass wir Christen über den vielen in Fukushima,die praktische Hilfe nötig haben, nicht unsere Brüder und Schwestern mit ihren Kindern vergessen dürfen, die unsere moralische Unterstützung und unsere Gebete brauchen. Der barmherzige Samariter kann uns auch heute eine Anregung sein. Mir hat ein Telefonanruf geholfen. Wem könntest Du eine mail schicken? Oder eine Einladung zum Skypen.
In der letzten Zeit sprach ich mit anderen Missionaren, die unter den Nacheffekten des Fukushima-Erdbebens am 11.März dieses Jahres leiden. Die unterschiedliche Berichterstattung der Deutschen Presse und der japanischen Presse war offensichtlich. Besonders für die Missionare im Raum Tokyo sah es nach der Schilderung der Deutschen Medien kritisch bis lebensgefährlich aus. Da schien es für einige Missionen geraten, ihre Missionare mit ihren Familien nach Deutschland zurückzurufen. Unser Arbeitsgebiet im Raum Nagoya ist ca 400km von Tokyo entfernt, und deshalb der Gefahr einer nuklearen Kontamination nicht so unmittelbar ausgesetzt. Trotzdem hielt das Krisenteam unserer Mission es für richtig, alle Kurzzeitmissionare vorrübergehend nach Deutschland zu rufen.
Die Probleme traten zutage, als die Langzeitmissionare wieder in ihre Gemeinden zurückkamen. Einige Gemeinden waren so enttäuscht, dass die Missionare sie aus ihrer Sicht im Stich gelassen hatten, dass sie sie nicht mehr aufnehmen wollten. Sie hatten nicht verstanden, dass diese Missionare nicht freiwillig, sondern auf Anordnung ihrer Mission zurückgeflogen waren. Und das Schlimme ist, dass es bis jetzt noch nicht gelungen ist, dieses Missverständnis zu klären.
Da sind also unsere Mitarbeiter, die sich genauso für unsern Herrn eingesetzt haben, wie wir auch, die plötzlich aus ihrer vertrauten Missionsarbeit herausgerissen wurden, die miterleben mussten, wie ihre Kinder in eine ihnen fremde Umwelt in Deutschland versetzt wurden, und die danach wieder in die andere fremde Kultur in Japan hinein mussten. Und jedesmal ist es ein Kampf für sie.
Und diese Mitarbeiter, die um Jesu willen wieder zurückgekommen sind, die müssen dann hören, dass sie unerwünscht sind! Wie muss das wehtun! Das ist eine Ohrfeige, die sie nicht verdient haben.
Ich finde,dass wir Christen über den vielen in Fukushima,die praktische Hilfe nötig haben, nicht unsere Brüder und Schwestern mit ihren Kindern vergessen dürfen, die unsere moralische Unterstützung und unsere Gebete brauchen. Der barmherzige Samariter kann uns auch heute eine Anregung sein. Mir hat ein Telefonanruf geholfen. Wem könntest Du eine mail schicken? Oder eine Einladung zum Skypen.
Montag, 8. August 2011
In den Bergen
Seit über einer Woche sind wir hier in Miyota zum Ausspannen.Letzte Woche war die Missionarskonferenz in der Union Church in Karuizawa.Das war früher so ein Höhepunkt im Missionarsleben. Man konnte für eine Zeit der Hitze des Arbeitsgebietes entfliehen und die Kühle genießen. Damals trafen sich so an die hundert Missionare in der großen Holzkirche. An die Erweckungslieder aus dem 19.Jahrhundert musste ich mich erst gewöhnen. Dass die Konferenzsprache Englisch war, das ich auf jeden Fall besser kannte als Japanisch, empfand ich anfangs als angenehm. Und dann die Themen, zu denen jeweils prominente Redner aus den USA eingeladen wurden!
Das war jedesmal eine Inspiration.
Bis mir dann nach einer gewissen Zeit auffiel, dass sie jeweils die theologische Stimmung aus dem evangelikalen Lager in den Vereinigten Staaten widerspiegelten. Erst ging es um Church Growth Theologie. Dann kam langsam aber sicher der Mensch in den Mittelpunkt. Seelische Wunden,und wie sie geheilt werden können, Leben in zwei Kulturen, christliche Kindererziehung, usw
Mehr und mehr merkte ich auch, wie unterschiedlich das Denken von Christen aus Amerika und Europa ist. Wir genossen auch die Gemeinschaft mit anderen Deutsch sprechenden Missionaren.
Manchmal konnte man auch Zeit zum Lesen nutzen.Manchmal konnten wir ausgiebige Wanderungen unternehmen.
Meistens kamen wir gut erholt wieder in unsere Missionsarbeit zurück. Viel Grund zum Danken,dass wir hier Häuser in Miyota haben können.
Das war jedesmal eine Inspiration.
Bis mir dann nach einer gewissen Zeit auffiel, dass sie jeweils die theologische Stimmung aus dem evangelikalen Lager in den Vereinigten Staaten widerspiegelten. Erst ging es um Church Growth Theologie. Dann kam langsam aber sicher der Mensch in den Mittelpunkt. Seelische Wunden,und wie sie geheilt werden können, Leben in zwei Kulturen, christliche Kindererziehung, usw
Mehr und mehr merkte ich auch, wie unterschiedlich das Denken von Christen aus Amerika und Europa ist. Wir genossen auch die Gemeinschaft mit anderen Deutsch sprechenden Missionaren.
Manchmal konnte man auch Zeit zum Lesen nutzen.Manchmal konnten wir ausgiebige Wanderungen unternehmen.
Meistens kamen wir gut erholt wieder in unsere Missionsarbeit zurück. Viel Grund zum Danken,dass wir hier Häuser in Miyota haben können.
Abonnieren
Posts (Atom)