Ende April/Anfang Mai feiert Japan regelmäßig die "Goldene Woche." Die Reiseunternehmen, die großen Kaufhäuser sind daran interessiert,daß sich die Massen in Bewegung setzen und der Rubel rollt.Aber daran sind wir ja gewohnt in diesem Land, wo der Valentinstag die Schokoladefabrikanten zu einer einzigartigen Strategie angeregt hat. Die Mädchen sollen den jungen Männern ihres Gefallens Schokolade schenken,um ihnen auf diese Weise ihre Sympathie zu gestehen. Und einen Monat später dürfen sich die Männer dann mit weißer Schokolade revanchieren.(Darauf muß man erst mal kommen!)
Also Freizeit hat in Japan immer auch mit Geldausgeben zu tun. Damit müssen wir leben. Vielleicht gelingt es uns ja eines Tages noch einen Lebensstil als attraktiv anzupreisen, weil nicht mehr Geld zum Ausgeben da ist, aber bisher war hier Geiz noch nie geil.
Also die Goldene Woche bringt Gold ein, sonst stimmt etwas nicht. Es gab ja mal tatsächlich eine Zeit,wo die Leute so viel zu tun hatten,daß sie sich über einen freien Tag freuten. Und die Leute, die krank waren, gingen trotzdem zur Arbeit, weil alles andere einfach langweilig war. Da waren die Feiertage im Frühling, bevor es so richtig heiß wurde, schon angenehm.
Die Gelegenheit,Verwandte und Freunde zu besuchen, wird natürlich von vielen begrüßt. Und weil man den Stau auf den Autobahnen, in dem Superexpress oder auf dem Flughafen gewohnt ist, beschwert sich auch keiner. Neujahr und im August ist es ja ähnlich.
Einige Leute aber entdecken auf diese Weise den Wert des einfachen Lebens. Statt stundenlang im Stau zu stehen,kann man ja auch eine Wanderung in die Umgebung machen,oder mit dem Rad die Nachbarschaft erkunden. Es ist die Zeit in der alles grünt. Bei dem richtigen Wetter kann man das so richtig genießen. Und Gott danken für seine Schöpfung.
Montag, 4. Mai 2009
Dienstag, 28. April 2009
Wie in Japan der Krieg beendet wurde
Heute ist der erste Feiertag der Goldenen Woche in Japan. In dieser Zeitspanne fallen einige Feiertage zusammen, so daß viele Unternehmen Urlaub machen. In einer Zeit in der die Arbeiter kaum Freizeit hatten,war das ein großes Ereignis und auch jetzt noch verreisen viele in der Goldenen Woche.
Am 29. April ist der Geburtstag des verstorbenen Kaisers Hirohito. Er ging in die Geschichte ein als der Kaiser,der in einer Radiaoansprache zu verstehen gab, daß er nicht mehr Gott sondern nur noch Kaiser sein wollte. Den Eintritt Japans in den Krieg konnte er nicht verhindern. Die rechtsradikalen Kräfte benutzten den Kaiser oft als Marionette, um ihre Ideen durchzusetzen.
Der Initiative des Kaisers aber ist es zu verdanken,daß es bald zu Verhandlungen mit den USA kam,die das Land besetzt hatten. Der Kaiser ging zu dem Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte und bot ihm sein Leben an, wenn er sein Volk damit retten könnte.
Wenn ich das mit der Art und Weise vergleiche, wie die Nazis das deutsche Volk am Kriegsende im Stich ließen, um die eigene Haut zu retten,dann kann ich für Kaiser Hirohito nur Bewunderung empfinden.
Daß Jesus sein Leben gab, um uns Menschen vor dem drohenden Gericht Gottes zu retten, das liegt natürlich auf einer ganz anderen Ebene. Jesus verließ die Herrlichkeit Gottes. Seine Menschwerdung war ein Abstieg, für den es keine Parallele gibt. Und seine Liebe und Barmherzigkeit wird kein Mensch je erreichen. Wer sich auf ihn verläßt,den läßt er nicht im Stich.
Am 29. April ist der Geburtstag des verstorbenen Kaisers Hirohito. Er ging in die Geschichte ein als der Kaiser,der in einer Radiaoansprache zu verstehen gab, daß er nicht mehr Gott sondern nur noch Kaiser sein wollte. Den Eintritt Japans in den Krieg konnte er nicht verhindern. Die rechtsradikalen Kräfte benutzten den Kaiser oft als Marionette, um ihre Ideen durchzusetzen.
Der Initiative des Kaisers aber ist es zu verdanken,daß es bald zu Verhandlungen mit den USA kam,die das Land besetzt hatten. Der Kaiser ging zu dem Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte und bot ihm sein Leben an, wenn er sein Volk damit retten könnte.
Wenn ich das mit der Art und Weise vergleiche, wie die Nazis das deutsche Volk am Kriegsende im Stich ließen, um die eigene Haut zu retten,dann kann ich für Kaiser Hirohito nur Bewunderung empfinden.
Daß Jesus sein Leben gab, um uns Menschen vor dem drohenden Gericht Gottes zu retten, das liegt natürlich auf einer ganz anderen Ebene. Jesus verließ die Herrlichkeit Gottes. Seine Menschwerdung war ein Abstieg, für den es keine Parallele gibt. Und seine Liebe und Barmherzigkeit wird kein Mensch je erreichen. Wer sich auf ihn verläßt,den läßt er nicht im Stich.
Mittwoch, 15. April 2009
Ganbatte-Streng dich an
Im Anfang,als wir noch nicht viel Japanisch konnten,suchte ich nach einem Wort,mit dem man Leute ermutigen kann,die sich anstrengen. So wie wir jemandem sagen :"Ich drücke dir den Daumen!" Oder :"Ich stehe hinter dir!" Da hörte ich es zum ersten Mal :"Ganbatte!" Eigentlich war es nicht das Wort,das ich suchte. Aber in Ermangelung eines besseren habe ich es dann benutzt.
Aber logisch ist es ja nicht,wenn ich jemandem,der hart kämpft sage :"Streng dich an!" Denn das tut er ja ohnehin schon.
Aber in Japan ist das Anstrengen wichtig. Ich werde nie vergessen mit welch einem Selbstbewußtsein eine junge Sportlerin,die Unterstützer suchte,sagte: "Ich strenge mich an,also unterstützt mich auch!" Ich erinnere mich an einen Evangelisten,der in seinen Ausführungen seine Lautstärke beträchtlich steigerte. Und die Leute waren begeistert. "Wenn der sich so anstrengt mit seiner Rede,dann muß ja wohl was dahinter sein.",sagte mir eine Oma.
Bei mir bewirkt so etwas eher das Gegenteil. Wenn wir uns früher im Kaufhaus einem Stand näherten,dann tönten einem lautstarke Begrüßungsrufe entgegen. Das hat mich immer nur abgeschreckt. Aber ich bin auch kein Japaner.
In dieser Gesellschaft zählt Leistung.Man muß die andern beeindrucken mit dem was man kann.
Auf die Dauer ist so was natürlich anstrengend. Und es geht geht auf Kosten der Gesundheit. Der Leistungswettbewerb führt in der Regel zu Unregelmäßigkeiten. Denn wer nicht mehr mithalten kann, versucht es mit Tricks doch noch im Rennen zu bleiben. Die Leute,die nicht so stark sind, helfen sich mit Täuschen. Alles in allem entsteht auf dieser Anstrengungs- Gesellschaft eine Athmosphäre, wo man keinem mehr trauen kann,und alles erlaubt zu sein scheint.
Jesus sagt : Kommt her zu mir,die ihr müde und beladen seid.Bei mir müßt ihr euch nicht überanstrengen. Bei mir findet ihr Frieden. Meine Last ist leicht.
Aber logisch ist es ja nicht,wenn ich jemandem,der hart kämpft sage :"Streng dich an!" Denn das tut er ja ohnehin schon.
Aber in Japan ist das Anstrengen wichtig. Ich werde nie vergessen mit welch einem Selbstbewußtsein eine junge Sportlerin,die Unterstützer suchte,sagte: "Ich strenge mich an,also unterstützt mich auch!" Ich erinnere mich an einen Evangelisten,der in seinen Ausführungen seine Lautstärke beträchtlich steigerte. Und die Leute waren begeistert. "Wenn der sich so anstrengt mit seiner Rede,dann muß ja wohl was dahinter sein.",sagte mir eine Oma.
Bei mir bewirkt so etwas eher das Gegenteil. Wenn wir uns früher im Kaufhaus einem Stand näherten,dann tönten einem lautstarke Begrüßungsrufe entgegen. Das hat mich immer nur abgeschreckt. Aber ich bin auch kein Japaner.
In dieser Gesellschaft zählt Leistung.Man muß die andern beeindrucken mit dem was man kann.
Auf die Dauer ist so was natürlich anstrengend. Und es geht geht auf Kosten der Gesundheit. Der Leistungswettbewerb führt in der Regel zu Unregelmäßigkeiten. Denn wer nicht mehr mithalten kann, versucht es mit Tricks doch noch im Rennen zu bleiben. Die Leute,die nicht so stark sind, helfen sich mit Täuschen. Alles in allem entsteht auf dieser Anstrengungs- Gesellschaft eine Athmosphäre, wo man keinem mehr trauen kann,und alles erlaubt zu sein scheint.
Jesus sagt : Kommt her zu mir,die ihr müde und beladen seid.Bei mir müßt ihr euch nicht überanstrengen. Bei mir findet ihr Frieden. Meine Last ist leicht.
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Montag, 30. März 2009
Die Kirschen blühen-es ist Frühling

Ja das ist schon toll,wenn man nicht mehr heizen muß, und es auch draußen wieder wärmer ist!
Das neue Schuljahr fängt in Japan im April an.Die Frühjahrsferien liegen also zwischen den Schuljahren. Es ist praktisch die einzige Zeit,wo die Kinder keine Hausaufgaben zu machen brauchen. Jetzt kann man im Park Oberschüler,Mittelschüler und Grundschüler antreffen.
Für eine kurze Zeit können die Kinder den Schulalltag vergessen. Aber nicht nur die Kinder,auch die Erwachsenen genießen diese Saison. Sie nehmen ihre abgepacktes Mittagessen(Obento) mit und speisen mit Freunden zusammen unter den blühenden Bäumen. Wer entsprechende Geräte hat,der veranstaltet eine Barbecue Party. Und weil es noch nicht so warm ist, wird auch Sake dazu getrunken.
Aber die Blüten bleiben ja nicht lange an den Ästen. Die Blütenblätter fallen bald ab. Und so ist die Sakura, die Kirschblüte gleichzeitig ein Symbol der vergänglichen Schönheit. Man genießt sie,vielleicht gerade deshalb weil sie nicht lange hält. Und so mischt sich in die Freude über die Schönheit der Natur doch auch immer ein Hauch Melancholie.
Als Christen freuen wir uns darauf,daß Gott für uns einen neuen Himmel und eine neue Erde bereit hält. Jesus schenkt Freude,die nie vergeht.
Donnerstag, 26. März 2009
Lehrer vor Gericht
In der Zeitung las ich von einer Gerichtsverhandlung, in der 162 japanische Lehrer zu einer Geldstrafe verurteilt wurden,weil sie beim Absingen der Nationalhymne nicht aufgestanden waren. Es war eine Berufungsverhandlung. Der Richter bestätigte das Urteil mit der Begründung,daß es zwar die Meinungsfreiheit des Einzelnen beeinträchtige, es auf der andern Seite aber durchaus einsichtig sei,daß die Lehrerschaft in der Öffentlichkeit einen Eindruck von Geschlossenheit machen müsse.
Ich frage mich, was für eine Gesellschaft daraus entstehen soll,wenn die Gewissensfreiheit der Erziehenden so wenig geachtet wird? Wie sollen denn die Schüler,die da lernen,selbstständig denkende Staatsbürgern werden?
Es gibt doch nun schon wahrlich genug Probleme in den Schulen,die viel dringlicher sind. Die Tendenz,schwächere bzw irgendwie auffällige Schüler zu mobben. Weshalb geschieht so etwas so häufig. Warum muß alles immer auf Linie getrimmt werden? "Gebt uns Gedankenfreiheit,Sire" ließ Schiller seinen Don Carlos fordern. Aber wir leben doch nicht mehr im Mittelalter.
Daß jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen wurde,daß alle ihre verschiedenen Qualitäten und Grenzen haben, ist die eindeutige Botschaft der Bibel. Mein Wunsch und Gebet ist es, daß auch in diesem Land die von Gott gegebene Würde des Menschen respektiert wird.
Ich frage mich, was für eine Gesellschaft daraus entstehen soll,wenn die Gewissensfreiheit der Erziehenden so wenig geachtet wird? Wie sollen denn die Schüler,die da lernen,selbstständig denkende Staatsbürgern werden?
Es gibt doch nun schon wahrlich genug Probleme in den Schulen,die viel dringlicher sind. Die Tendenz,schwächere bzw irgendwie auffällige Schüler zu mobben. Weshalb geschieht so etwas so häufig. Warum muß alles immer auf Linie getrimmt werden? "Gebt uns Gedankenfreiheit,Sire" ließ Schiller seinen Don Carlos fordern. Aber wir leben doch nicht mehr im Mittelalter.
Daß jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen wurde,daß alle ihre verschiedenen Qualitäten und Grenzen haben, ist die eindeutige Botschaft der Bibel. Mein Wunsch und Gebet ist es, daß auch in diesem Land die von Gott gegebene Würde des Menschen respektiert wird.
Sonntag, 15. März 2009
Kinder bringen Leben

In der kalten Zeit war der Gottesdienstbesuch nicht so gut. Wir waren kaum mehr als um die zehn Leute. Besonders die kleinen beiden Mädchen aus Familie S. wünschten sich noch mehr andere Kinder damit sie nicht so ganz alleine waren unter all den Erwachsenen. Und als dann die kleine K.kam,da haben sie gebetet,daß sie doch wiederkommen sollte. Und das geschieht nun auch. K.kommt mit ihrer Mutter,und je nach dem auch mit dem Vater,nicht jedenSonntag,aber doch regelmäßig.
Für den 15. März hatten wir Familie Berners eingeladen, damit Carsten in Miyoshi predigen sollte. Und am Nachmittag war Gemeindecafe. Dieser Tag wurde eine Ermutigung für uns. Im Gottesdienst hatten wir elf Kinder! Das war toll! Ich merkte,wie ich ganz anders motiviert war für die Sonntagschulgeschichte. Und Gott hatte auch Erwachsene geschickt,die das Evangelium das erste Mal hörten.
Und viele Leute kamen auch zum Gemeindecafe. Wir mußten aufpassen,daß der Kuchen für alle ausreichte. Das heißt, wir haben einen Teil aufbewahrt für die Leute,von denen wir wußten,daß sie später kommen würden. Und wir konnten auch einige einladen für die nächste größere Veranstaltung, die Osterfeier am 12. April nachmittags.
Mittwoch, 4. März 2009
auf den Frühling warten
Noch mehr als in Deutschland,wo das Frühjahr später kam,warte ich in Japan darauf,daß die Knospen der Kirschbäume dicker werden, und die Sonne wärmer scheint. In den gut isolierten Häusern in Deutschland hat man sich gut eingerichtet. Da macht es nichts aus,wenn die kalte Jahreszeit sich bis in den April hinein zieht. Ja wir rechnen schon damit,daß Anfang April noch mal Schnee und Hagel vom Himmel fallen. Es ist als wollte der Winter die letzten Reste seiner Waren noch loswerden.
In Japan dagegen,wo die Häuser leichter gebaut sind,wartet man darauf,daß am 21. März auch tatsächlich der Frühling anfängt. Und man möchte möglichst bald schon kein Öl für den Ofen mehr holen müssen. Man hat die Pflaumenblüte vor Augen,die bei noch kälteren Temperaturen stattfindet,und wartet sehnlichst darauf,daß die Kirschblüte beginnt,und ganze Landschaften mit einem weiß-rosa Schleier bedeckt werden. Denn wenn die Sakura gekommen ist,dann werden bald auch die Bäume und Sträucher grün,und auch das Gras bekommt dann seine sattgrüne Farbe.
Die Bibel spricht auch vom Warten auf den Frühling. Wen die Bäume grün werden,dann ist es nicht mehr weit,heißt es. Die Frage ist nur, warten wir wirklich so sehnsüchtig auf das Kommen des Herrn. Es ist die Vollendung dieser Welt,das Größte,was man sich vorstellen kann,das Beste was dieser Erde geschehen kann! Wir wollen uns darauf einstellen,damit wir auch diese grenzenlose Freude erleben können,wenn unser Herr kommt!
Bilder dazu
In Japan dagegen,wo die Häuser leichter gebaut sind,wartet man darauf,daß am 21. März auch tatsächlich der Frühling anfängt. Und man möchte möglichst bald schon kein Öl für den Ofen mehr holen müssen. Man hat die Pflaumenblüte vor Augen,die bei noch kälteren Temperaturen stattfindet,und wartet sehnlichst darauf,daß die Kirschblüte beginnt,und ganze Landschaften mit einem weiß-rosa Schleier bedeckt werden. Denn wenn die Sakura gekommen ist,dann werden bald auch die Bäume und Sträucher grün,und auch das Gras bekommt dann seine sattgrüne Farbe.
Die Bibel spricht auch vom Warten auf den Frühling. Wen die Bäume grün werden,dann ist es nicht mehr weit,heißt es. Die Frage ist nur, warten wir wirklich so sehnsüchtig auf das Kommen des Herrn. Es ist die Vollendung dieser Welt,das Größte,was man sich vorstellen kann,das Beste was dieser Erde geschehen kann! Wir wollen uns darauf einstellen,damit wir auch diese grenzenlose Freude erleben können,wenn unser Herr kommt!
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