Dienstag, 1. Mai 2012

Goldene Woche 2012

Wo ist eigentlich unser Schwung geblieben?Der Mai ist gekommen, die Winterstarre ist vorbei, jetzt endlich müßte es doch mit Riesenschritten wieder vorangehen! Wir haben jetzt auch noch einen neuen Raum und damit doch neue Möglichkeiten. Aber warum rennen denn jetzt nicht gleich alle los? Warum komme ich selbst kaum vom Fleck? Die "Frühjahrsmüdigkeit"?
In der Sitzung gestern hätte ich doch die Bremsen benennen, und mein Patentrezept für ungehindertes Gemeindewachstum in Japan vom Stapel lassen sollen! Warum habe ich das nicht?
Woher kommt diese Lahmheit?
Oder gehört das dazu, diese Erfahrung der eigenen Müdigkeit und Schwäche, damit es ganz deutlich wird, dass neues Leben nur von Gott kommt? Die Goldene Woche hat gerade erst begonnen. Schreckensmeldungen von Unfällen machten Schlagzeilen. In der Gemeinde haben wir kein großes Programm in dieser Woche mit den drei Feiertagen, die deshalb dazu führten, dass in dieser Woche manche Firmen ihren Angestellten ein paar Tage an einem Stück freigaben. Wenn das Wetter mitspielt, kann man in dieser Zeit Anfang Mai so richtig das Frühjahr geniessen. Am 29. April ist der Geburtstag des verstorbenen Kaisers Showa. Am 3.Mai ist der Tag, an dem der junge japanische Staat eine neue Verfassung verabschiedete. Und am 5. Mai ist der traditionelle "Jungentag". An diesem Tag wurden vor den Häusern, in denen Jungen waren, Karpfen aus Stoff hochgezogen, die dann als malerische Figuren im Wind wehen. Allerdings sieht es so aus, als flögen sie in die Gegenrichtung. Mit dieser Tradition ist nämlich der Wunsch verbunden,dass die Jungen Menschen würden, die gegen den Strom schwimmen können, wie die Karpfen. Typisch für dieses Land ist, dass diese Stoff-Fische diesen Wunsch symbolisch ausdrücken, aber dass in der Realität alles getan wird, um die Kinder immer mehr an die Gesellschaft anzupassen. Dazu fällt mir ein Lied aus meiner Jugendzeit ein. "Lass dich nicht von Menschen leiten, Menschen sind wie Laub im Wind. Jesus schafft Persönlichkeiten, die das Salz der Erde sind."  

Samstag, 7. April 2012

Lügen haben kurze Beine


Was hat das denn mit Ostern zu tun? Ostern erzählt eine unwahrscheinliche Geschichte, die niemand glauben würde, wenn sie nicht wahr wäre. Dass Jesus Christus von dem römischen Prokurator Pontius Pilatus zum Tode am Kreuz verurteilt wurde,das ist Geschichte. Und jeder,der Interesse hat, kann es nachlesen. Nicht nur in der Bibel.
Aber dass Jesus nach seinem Tod wieder lebendig wurde, seinen Jüngern erschien und ihnen aus dem Alten Testament bewies, dass er tatsächlich der versprochene Retter war, dass er ihnen den Auftrag gab, die gute Nachricht von ihm allen Menschen zu sagen - das hört sich tatsächlich unwahrscheinlich an. Und dass die Jünger das tatsächlich machten- wo doch die öffentliche Stimmung gegen den Christus gewesen war-wer soll das schon glauben? Die schlossen doch schon ihre Häuser zu, damit sie kein Verfolger aufstöbern konnte!
Wie anders wollen wir uns die gewaltige Ausbreitung der christlichen Lehre in den ersten drei Jahrhunderten denn überhaupt erklären? Es gibt nur einen Grund : Jesus ist tatsächlich auferstanden. Er ist wirklich der,der er zu sein behauptete : der von Gott gesandte Retter.
Und die jüdischen Oberen kamen in Verlegenheit, jedesmal wenn wieder ein Hinweis kam,dass Jesus tatsächlich lebte. Die ersten Zeugen, die Soldaten konnten sie am ehesten zum Schweigen überreden. Sie versprachen ihnen Geld dafür. Diese Leute, die das Grab des Christus bewachen sollten hatten ein Spektakel erlebt,das ihnen solche Angst einjagte,das sie ihren Posten verliessen. Das durfte natürlich kein Mensch in Jerusalem erfahren. Und die knapp bezahlten Soldaten freuten sich über eine "Gehaltsaufbesserung".
Aber die Wahrheit lässt sich nicht mit Geld aufhalten. Die veränderten Jünger fielen auf. Und je mehr die Obrigkeit sie stoppen wollte, desto eifriger wurden sie mit ihrer Mission.Nach 50 Tagen wurden schon 3000 Leute in Jerusalem bereit, sich taufen zu lassen. Und das war erstd er Anfang.
Auch heute noch passt die Botschaft von Jesus vielen Leuten nicht in den Kram. Weder die Mächtigen noch die Reichen und Klugen sind begeistert von der Idee, dass es einen geben soll,der über ihnen steht und dem sie verantwortlich sind. Auch heute wird mit allen möglichen Tricks versucht, die Wahrheit zum Schweigen zu bringen. Sowohl in Deutschland als auch in Japan will jeder zuerst den eigenen Willen tun. Nach Gottes Willen fragen nur wenige. Und doch ändert sich die Wahrheit nicht dadurch,dass Lügen erzählt werden. Jesus ist der Herr und wir bezeugen ihn. Und der Tag wird kommen, wo alle die Wahrheit erkennen werden.

Montag, 12. März 2012

11.März 2012

Vor einem Jahr geschah das riesige Erdbeben, das eine ungeheuer gewaltige Tsunami auslöste. Eigentlich hatte ich den Fernseher nur eingeschaltet, um mehr Infos über das Erdbebenzu bekommen, das wir soeben bemerkt hatten. Die Stromkabel schaukelten länger,als wir es gewohnt waren. Konnte es so viele nachbeben geben? Wo war das Zentrum? Welche Stärke hatte das Beben? Aber aus dem TV Gerät gab es keine Antwort. Es kam nur immer wieder die eindringliche Warnung von einer Tsunami, dass die Leute,die sich an der Küste befänden, fliehen sollten. Und dann kamen Videos, wie aus einem Science Fiction Film. Eine gewaltige Flutwelle schwemmte Autos weg, als sei es Spielzeug.
Später erst kamen die Nachrichten, die eine unglaubliche Katastrophe im Nordosten Japans beschrieben. Und danach kam dann die Schreckensnachricht, dass die Tsunami das Atomkraftwerk in Fukushima überschwemmt habe. Dass das Kraftwerk durch die Flutwelle nicht am Boden zerstört wurde, ist immer noch ein Wunder. Dann kam die Angst vor einer drohenden Explosion des Kraftwerks. In Tokyo wurde Strom und Wasser rationiert.Und immer neue Schreckensmeldungen mit noch mehr Toten. Angst um die wirtschaftliche Zukunft Japans. Ganze Dörfer waren ausradiert.
Nach einem Jahr sieht das alles nicht mehr ganz so bedrohlich aus. Und doch hat sich der Alltag vieler Menschen verändert. Tausende sind gestorben. Viele mußten ihre Heimat verlassen. Andere sind ratlos im Blick auf ihre Zukunft.
Sonntag,den 11. März in diesem Jahr wurde eine landesweite Gedenkzeit angeordnet. Im Kaufhaus zB wurde um 14,45 Uhr eine Lautsprecherdurchsage gemacht und danach 3 Minuten Stille. Die Frage für mich ist,ob sich durch solche Zeremonien überhaupt etwas ändert. Japan wird nur dann anders, wenn die Menschen den lebendigen Gott kennenlernen,der uns Zukunft und Hoffnung geben kann. Beten Sie mit,damit das geschehen kann!

Benjamin gefeiert

Am 6.März kamen wir abends in Wien an und wurden von Christian abgeholt zum Abendessen. Claudia hatte den kleinen Erdenbürger auf dem Arm. Bei dem gemeinsamen Abendessen mit Oma und Opa war Benjamin doch etwas aufgeregt, aber sein Papa konnte ihn beruhigen. Es ist schon etwas Besonderes,dass da ein Mensch ist,der sich jetzt nach Gottes Plan entwickeln wird. Bei jedem unserer Kinder war es für mich eine spannende Sache,mitzuerleben wie sie größer wurden, welche Gaben sie hatten, woran sie Interesse hatten,usw. Deshalb waren diese ersten drei Tage eine gute Zeit. Zum Schlafen wurden wir zu dem Haus von Christians Eltern gebracht. Das gemütliche Frühstück dort,war auch eine besondere Erfahrung. Wir erlebten viel Herzlichkeit. Der Höhepunkt war der Ausflug zu einem Fischlokal in Orth an der Donau, wo wir Karpfen auf serbische Art serviert bekamen und ein bißchen Vorfrühlingsatmosphäre schnuppern konnten. Dabei entstand auch das Foto.

Sonntag, 22. Januar 2012

Sohn des Glücks

“Begrüß Benjamin“ stand auf dem E-Mail. Das war eine Überraschung! Unser erstes Enkelkind ist also ein Junge. Als Tag steht der 18.Januar. Die Uhrzeit und das Gewicht überfliege ich erstmal. Die andern Details auch. Mutter und Kind wohlauf. Gott sei Dank!
Und dann öffne ich das beigefügte Foto. Ein Baby, das friedlich schläft. Ich kann die Tränen nicht mehr abwehren, gehe auf die Knie, um Gott zu danken.
Am Vortag wurde das Kind eines japanischen Pastoren geboren, am selben Tag das Kind eines anderen Pastorenehepaars, und dann Benjamin. Der biblische Benjamin hieß erst anders. Jakobs Lieblingsfrau Rahel, die spürte, dass sie Geburt nicht überleben würde, nannte ihn Ben-Oni(=Sohn des Unglücks).“Aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin“, wird in 1.Mose 35,18 berichtet. Jakob erweist sich hier als vernünftiger Vater, der seinem Kind den Segen Gottes wünscht.
Seit einigen Jahren macht sich die Hoffnungslosigkeit breit. Viele Leute haben Angst vor einer Katastrophe. Das Ende der Welt scheint nicht mehr weit zu sein. Und wir Menschen scheinen auch nicht ganz unschuldig daran zu sein. Aber anstatt umzukehren zu dem Schöpfer und ihn um Hilfe zu bitten, spielen einige verrückt. Entweder sie ignorieren die Gefahren, oder sie malen alles schwarz in schwarz und geben die Hoffnung ganz auf.
Dabei ist jedes neugeborene Baby ein Hinweis auf die Barmherzigkeit und Langmut Gottes, der seine Hand noch nicht von dieser Welt abgezogen hat. Jedes Kind, das neu auf die Welt kommt, sollte uns an den Schöpfer erinnern, der seinen Segen noch nicht zurückgezogen hat. Wir haben noch eine Chance. Es liegt an uns, ob wir sie nutzen!