Donnerstag, 2. Januar 2014

Hell und Dunkel deines Lebens...



Im Anfang unserer Zeit in Japan hat es mich ziemlich erstaunt, dass die Sonne dort so hell scheint. Sogar im Winter, wo ich es eher dunkel und kalt gewohnt war, konnte die Sonne kräftig scheinen. Meine Frau freute sich, dass die Wäsche meistens draußen auf der Leine trocken wurde. Ich fand es schade, dass ich gar nicht so viel Gelegenheit hatte, im Haus die Kerzen anzuzünden. Und die Sonne ließ ich mir ja im Winter noch gefallen, aber im Frühjahr wurde sie mir schon zu heiß, und ich lief lieber im Schatten.   
Aber nach ca 40 Jahren habe ich mich doch etwas an die japanische Wärme gewöhnt. Die andauernde Dunkelheit geht mir auf den Geist. Wenn eben möglich, suche ich den selten gewordenen Sonnenschein zu einem Spaziergang zu nutzen. Die Helligkeit stört mich nicht mehr, im Gegenteil ich weiß sie zu schätzen.
Mir fällt eine Liedstrophe ein, die wir in der Jugend oft gesungen haben: „Hell und Dunkel deines Lebens sind ein Ruf nach Haus…“ Und es ist tatsächlich so. Beides gebraucht Gott, um uns daran zu erinnern, dass er bei uns ist und uns helfen will. Wenn das Herz voll ist  von Freude und Begeisterung, dann kann ich das meinem Gott sagen und ihm dafür danken. Und die Freude wird dadurch noch ein bisschen tiefer. Und wenn die Not mich niederdrücken will, dann kann ich auch darüber mit meinem Gott sprechen. Und die Erfahrung, dass Gott mich ernst nimmt, dass ich ihm meine Sorgen tatsächlich abgeben kann, die macht mein Herz leichter.
Dann kann ich Bonhoeffers Worte mitsprechen: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“  

Freitag, 27. Dezember 2013

Vorwärts in die Vergangenheit!



Der japanische Premierminister Shinzo Abe war am zweiten Weihnachtstag in dem Yasukuni Schrein in Tokyo, um dort der Kriegstoten zu  gedenken. Die Chinesen haben dagegen kräftig protestiert, die Südkoreaner auch. Wenn man die Sache etwas genauer betrachtet, merkt man dass sie komplizierter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint. Es ist ja keine schlechte Sache, wenn man sich auch schon mal Zeit nimmt, um an die Leute zu denken, die im Krieg für ihr Vaterland umgekommen sind. Die  Frage ist aber, wann und wo das geschah.
Am 26.Dezember hatte China eine Gedenkfeier für Mao Tse Tung geplant. Gegen den Besuch des Yasukuni Schreines  durch die offiziellen japanischen Leiter  hatten die Südkoreaner und Chinesen schon seither protestiert. Sie empfanden das als eine Beleidigung. Warum? In dem Yasukuni Schrein waren unter den Namen der im Krieg gefallenen Soldaten auch die der Offiziere, die vom Kriegsgericht als Kriegsverbrecher verurteilt wurden. 
Hätte man diese Namen von der Liste der im Yasukui Schrein verehrten Verstorbenen ausgetragen,  hätte nie mehr jemand etwas gegen einen Besuch des Premierministers einwenden können. Offiziell aber gab es keine eindeutige  Abwendung von dem ultrarechten Denken der Vorkriegszeit. Bis heute tun sich die Verantwortlichen der Geschichtsbücher schwer, Japans Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg zuzugeben.
Vor allem Premierminister Abe scheint der Meinung zu sein, dass Japan beim Kriegsende schon viel zu viele Zugeständnisse an die Siegermächte gemacht habe. Immer wieder wiederholt er seinen Wunsch, die zur Zeit relativ pazifistische Verfassung Japans zu ändern, und Japan zu einer Militärmacht auszubauen, die auch über Kernwaffen verfügt. Abe geht zielstrebig in diese Richtung. Das letzte Gesetz, das er im Kabinett verabschiedete, verbietet die Weitergabe brisanter Informationen an die Presse als Landesverrat. Es hat den Anschein, als wollte er die Demokratie hinter sich lassen.
Ich habe über 40 Jahre in Japan gelebt. Ich habe die Japaner als ausgesprochen friedliebende Menschen kennengelernt. Ich kenne auch viele Japaner, die chinesische Freunde haben und die Beziehungen zu China sehr schätzen. Was Abe hier vorhat, ist gefährlich. Damit fällt er seinen Landsleuten in den Rücken.
Dieser gefährliche Kurs muss gestoppt werden. Wir müssen für Japan beten!

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Advent - Rückblick oder Vision?

Rechtzeitig zum 1. Dezember hatten wir auch wieder einen Adventskranz. Unwillkürlich wenn es Advent wird, gehen meine Gedanken zurück. Als ich noch ein kleiner Junge war und zuguckte, wie meine Mutter einen Adventskranz flocht. Als wir abends um den Tisch saßen und beim Kerzenschein die alten Lieder sangen von Weihnachten und Advent. Sogar in Japan, wo Nadelbäume nicht so häufig sind, sorgte ich  dafür, dass in der Vorweihnachtszeit ein Adventskranz im Hause war.
Je mehr ich mich aber wirklich mit der Sache befasse, um die es im Advent geht, desto stärker wird das Gefühl, dass es dabei gar nicht so sehr um die Vergangenheit geht, sondern viel mehr um die Zukunft. Jesus, der Sohn Gottes,kam auf die Welt zu uns Menschen. Aber er ging danach wieder zurück in Gottes Welt und versprach seinen Jüngern, dass er wiederkommt. Und die Christen aus allen Zeiten warten auf den wiederkommenden Herrn. Das ist der eigentliche Punkt.
JESUS KOMMT WIEDER. Wir sollen uns vorbereiten auf sein Kommen. Er hat uns die Botschaft der Hoffnung gegeben, damit sie uns ganz erfüllen und unsere Herzen zum Brennen bringen sollte. Er will uns helfen, die Menschen mit seinen Augen zu sehen. Kein Mensch ist wertlos. Jeder ist wichtig. Jeder ist von Gott geliebt.Aber diese Liebe Jesu erfüllt uns nicht automatisch. Wir brauchen die Gemeinschaft mit unserm Herrn.
Der Adventskranz und die Kerzen können das nicht schaffen. Auch die Adventslieder produzieren nicht mehr als eine vorübergehende Stimmung. Aber der Herr selbst, der redet zu uns. ER zieht ein in unsere Herzen und verändert uns. Keiner muss verloren sein. Jesus kann jeden retten! Christ der Retter ist da. Auch jetzt und hier.  

Montag, 4. November 2013

Umstellungen

„Habt Ihr euch schon eingelebt?“, werden wir öfter gefragt, wenn wir Bekannte treffen.Die Frage signalisiert : diese Bekannte erkennen an, dass das Einleben in Deutschland für uns eine Aufgabe ist.Genauer gesagt ein Problem, das Zeit und Energie braucht, um bewältigt zu werden.
Dass beim Einkaufen Euros gebraucht werden und keine Mark, dass wissen wir zwar, aber 3,75 Euro ohne Zögern aus dem Beutel zu präsentieren, das fällt mir noch immer schwer. An das Kleingeld habe ich mich noch nicht gewöhnt. Und  Ziele aus dem weiteren Umfeld ohne Navi  zu erreichen, damit habe ich nach wie vor Probleme. (Ich bin nur froh, dass meine Frau jetzt das Fahren unseres Autos übernommen hat, und mir die Umstellung vom Links- auf den Rechtsverkehr erspart blieb!)
Die ersten Hürden, die es für mich zu erklimmen gab, waren : mit dem Telefon umgehen und herauszufinden, wie das Notebook online geschaltet werden kann. (Das Fotos langsamer hochgeladen werden konnten, und das Internet zeitweise gar nicht zu erreichen war, gehörte zu den ersten Kulturschocks.)
Die Erfahrung,dass die Zuverlässigkeit der Bahn in Deutschland nicht mit der Pünktlichkeit des japanischen Schienenverkehrs verglichen werden kann, die hatten wir schon vor Jahren gemacht. Leider hat sich daran immer noch nichts geändert. Lediglich eine neue Erfahrung kam dazu, nämlich, dass das Wegbringen von Gästen mit dem Auto zum Bahnhof noch dadurch komplizierter geworden ist, dass es inzwischen zwei Sorten von Parkscheinen gibt, und man im Zweifelsfall meistens den falschen Schein gekauft hat.
Den Übergang von der Sommer- zur Winterzeit haben wir schon hinter uns gebracht. Das sollte ja eigentlich nicht schwer sein, weil man eine Stunde länger im Bett bleiben kann. Aber seltsamerweise fühle ich mich trotzdem müde. Ob das mit der Dunkelheit zu tun hat, das sollen Mediziner und Psychologen austüfteln. Ich merke nur, dass die Lebensweise in Deutschland für mich gewöhnungsbedürftig ist. Überhaupt fehlt mir die Energie, die ich früher hatte. Da wären die Kisten schon längst alle ausgepackt und der Inhalt wäre eingeräumt gewesen.
Aber es scheint so, dass wir wirklich an dem Punkt angekommen seien, wo man das Leben langsamer lernen muß. Dann wollen wir damit anfangen.Mit Gottes Hilfe wird es eine gute Zeit werden. Und irgendwann fängt dann das neue Leben an, „im Lande, wo es besser ist“ , wie Matthias Claudius es nennt. Dafür lohnt es sich.

Donnerstag, 29. August 2013

sein wie Gott, und entscheiden, wie lange jemand lebt?



Die zwei Bäume in der Mitte des Paradieses, waren der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens.
Ein Freund sagte mir einmal, der Fehler der ersten Menschen sei es gewesen, dass sie sich zu sehr um den Baum der Erkenntnis bemüht hätten, und darüber das Anrecht am Baum des Lebens verloren hätten.
Und er meinte, dass das auch heute immer noch eine grosse Gefahr für uns Menschen sei.
Was haben die beiden Dinge denn miteinander zu tun? Was hat das Wissen um Gut und Böse damit zu tun, wie lange wir leben?
In den Todesanzeigen früher konnte man oft lesen „Gott, dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen…“
Ist uns heute noch bewußt, dass auch die Länge unseres Lebens von Gott abhängt, oder haben wir uns schon selbst an Gottes Stelle gesetzt? Wenn jemand gestorben ist, der noch vor dem Zenith seines Lebens stand, also noch unter 50 Jahren vielleicht war, dann sagen wir : „das war viel zu früh“. Ist einer in seinen achtziger Jahren verstorben, dann finden wir, dass man sich ja nicht beklagen könnte, weil der Verstorbene ja das „biblische Alter“ erreicht habe. In Psalm 90 schrieb Moses ja : „Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenns hochkommt so sinds achtzig Jahre…“Vers10. Aber hat nicht jeder einzelne seine besondere Geschichte mit Gott?
Die Leichtfertigkeit, mit der heutzutage die Überneunzigjährigen aufs Abstellgleis geschrieben werden, finde ich empörend. „Ja wenn ein Jüngerer gestürzt und sich den Oberschenkelhals gebrochen hätte, dann würden wir ihn ja zur Reha geschickt, aber bei jemand über Neunzig lohnt es nicht mehr.“ Nicht genau dem Wortlaut, aber dem Inhalt nach ist das vor ca 2 Wochen von jemandem vom Fachpersonal in einem mir bekannten Fall so gesagt worden.
Und wer sich dafür einsetzt, dass Überneunzigjährige einen Tropf bekommen, weil die betreffende Person nicht mehr so schlucken kann, der erntet oft nur Unverständnis.
Seit einigen Jahren müssen alle Patienten in Alten- und Pflegeheimen eine „Patientenverfügung“ in der sie unterschreiben, dass dann wenn sie nicht mehr klar entscheiden können, keine künstlichen lebensverlängernden Maßnahmen getroffen werden sollen. Bisher hatte ich darunter verstanden, dass bei Leuten, die im Koma liegen ohne Aussicht auf Besserung, die Maschinen abgeschaltet werden können. Im konkreten Fall habe ich aber gemerkt, dass gar nicht erst ein Tropf gegeben wird. Das bedeutet, dass das Gehirn vertrocknet. Meine eigene Mutter erzählte von einer dementen Phase in ihrem Leben, die endete, als sie genug Wasser trank, der Körper also genügend Flüssigkeit bekam. Das zu blockieren bedeutet, den Patienten in die Demenz zu verabschieden. Leider wird das aber bei der „Patientenverfügung“ nicht immer genügend berücksichtigt. Das bedeutet im konkreten Fall, dass jemand der ein so mehrdeutig gehaltenes Schriftstück unterschreibt, tatsächlich damit sein eigenes Todesurteil unterschreiben könnte.
Ich verstehe, dass Kassen und Pflegeeinrichtungen um ihr eigenes Überleben kämpfen müssen. Das müssen sie in Japan auch. Aber ich habe den Eindruck, dass die Japaner sich an dem Punkt mehr um die Älteren kümmern. Das hat andere Hintergründe, gewiß. Aber unser Herr sagt ziemlich klar in seinem Wort, wie wichtig ihm der Becher Wasser ist,den seine Kinder bekommen. Und was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüder, das habt ihr mir getan. Mt25,40 Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt,das habt ihr mir auch nicht getan. Mt25,45

Sonntag, 4. August 2013

Gott wollte keine Roboter!




Die japanische Therapeutin, Rika Kayama schreibt jeden Sonntag einen Blog in der Zeitung Mainichi Daily.
Heute griff sie das Thema der „unfreiwilligen Heimkehrer“ auf. Sie erzählte von einem Kriminalfall der letzten Zeit, wo ein Mann an seinen Heimatort zurückgekehr war, und verdächtigt wurde 14 Personen durch Brandstiftung umgebracht zu haben. Er war 63 Jahre alt und führte ein normales Leben.
Frau Kayama sagt, dass viele junge Leute das Landleben in Japan leid sind und mit großen Visionen in die Statdt ziehen. Da werden sie dann ernüchtert und müssen sich mehr schlecht als recht durchschlagen.Ohne feste Anstellung können sie keine eigene Familie gründen.Mit ca 50 Jahren müssen sie dann froh sein, wenn sie zu Hause wieder aufgenommen werden und für die Eltern sorgen dürfen. So haben sie wenigstens Sicherheit. Aber sie sind doch ziemlich frustriert. Sich um die Eltern kümmern ist nicht, was sie sich als Lebensziel vorgestellt hatten. Und so kann es dann zu solchen Tragödien kommen.
Der Zwiespalt zwischen dem, was von einem erwartet wird, Pflichten, die einem aber als Zumutungen erscheinen-und dem Leben, nach dem man sich sehnt, der kann viele Menschen in Japan zerreiben. Denn nach außen muß man Ja sagen und alles schlucken.
Meinen Hörern im Gottesdienst sagte ich einmal, dass Gott keine Roboter wollte, als er uns Menschen schuf. Deshalb hat er uns Mensch nicht als willenlose Roboter programmiert. Gott gab uns einen eigenen Willen.Wir müssen uns entscheiden,ob wir Gott vertrauen wollen. Gottes Ziel mit uns ist es, dass wir aus eigener Überzeugung seinen Willen tun.
Wesen, die ihm gehorchen, hatte Gott auch schon vor der Erschaffung der Menschen genug. Aber von uns möchte Gott, dass wir ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit allen Kräften. Deshalb stülpt Gott uns Menschen nicht einfach etwas über. Gott warnt die Menschen vor den Konsequenzen, die verbotenen Früchte zu essen. Aber er baut nicht von Anfang an einen Zaun um den Baum der Erkenntnis. Und Jesus will nicht seine Apostel als Handelsvertreter über die Erde schicken, die entsprechend ihrem Erfolg entlohnt werden.
Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, dann sehen wir die Jünger so begeistert und überzeugt von der Richtigkeit des Evangeliums sind, dass nichts und niemand ihr Zeugnis aufhalten kann.Sie haben ihre Berufung gefunden. Sie wissen, wofür sie leben.
Das ist Gottes Ziel mit den Menschen, die sich ihm ausliefern. Und so muß auch das, was auf den ersten Blick wie Scheitern aussieht, nicht in der Verzweiflung enden. Mit Gottes Hilfe können wir unsere Frustrationen überwinden und zum Segen für andere werden.

Freitag, 5. Juli 2013

Gottes Mühlen mahlen langsam...

So sagte meine Mutter, wenn ich warten mußte, und sich das erwünschte Ergebnis nicht so schnell einstellte. Wenn Gott mir eines in diesen vergangenen 10 Jahren gezeigt hat, dann dieses eine, dass ich Geduld brauche bei der Missionsarbeit. Vor 40 Jahren, als wir nach Japan kamen, hätte ich am liebsten das ganze Land in einem Handstreich für Jesus gewonnen. Dass vorher schon ein Lehrer für Gemeindewachstum gesagt hatte : es gibt keine Tricks, um Gemeinden schnell und einfach aufzubauen, das hatte ich zwar gehört, aber nicht verstanden.
Erst nachdem Leute, die ich mit Eifer zur Taufe gedrängt hatte, danach Schwierigkeiten hatten mit ihrem Glauben, wurde ich im Laufe der Zeit behutsamer.
Was will der Herr uns denn mit dem Gleichnis von der wachsenden Saat in Markus 4,26-30 anderes sagen, als dass wir geduldig sein sollen. Heute habe ich neu gelernt, dass sich das lohnt.
In der Bibelstunde am Vormittag bezeugte eine Frau, die treu die Wochenversammlung besucht hatte ihren Glauben an Jesus. Sie kommt schon ca zehn Jahre, aber zur Glaubensgewissheit fand sie in den letzten zwei Jahren. Sie dient dem Herrn aller Herren - es ist Freude im Himmel!
Heute nachmittag bekamen wir Besuch von vier weiblichen Wesen : zwei Frauen, die vor 38 Jahren im Jugendkreis der Gemeinde Iwakura waren, eine von ihnen war Großmutter. Die Tochter mit ihrem Baby war auch dabei. Vor unserm ersten Heimataufenthalt gab es ziemlich viel Hektik, weil ein junges Mädchen schwanger geworden war, und wir hatten ihnen zugeraten zu heiraten. Der junge Mann war nicht so beständig, und wir fragten uns später auch schon einmal, ob das überhaupt richtig gewesen war, die beiden zu trauen.
Heute kam diese Frau, um sich ausdrücklich dafür zu bedanken. Sie hatte vier Kinder zur Welt gebracht, die sie alle von Herzen liebhat, und die alle ihren Weg gefunden haben. Von ihrer Sicht aus war diese Ehe keine leichtfertige Entscheidung gewesen, sie beiden hatten drei Jahre lang um Gottes Führung gebetet. Wenn ich an die spannungsreiche Zeit vor der Hochzeit denke, wusste ich vor dem entscheidenden Gespräch nicht, ob es wirklich eine Trauung geben würde. Es sah alles so zerfahren aus. Wir konnten nur alles in Gottes Hände geben. Und jetzt nach 40 Jahren sagt die Großmutter :"Gott hat es gut gemacht! Ich bin dankbar."
Wir können nur staunen.