Freitag, 1. März 2013

Warten auf den Frühling



So langsam beginnt die Zeit, in der der Winter seine Sachen packen muß.Aber das macht er ja nie bereitwillig. Und so wächst langsam die Vorfreude auf die wärmere Jahreszeit. Aber so wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so macht ein warmer Sonnenstrahl auch noch kein Frühjahr.
An einem Tag klettert das Thermometer, und man glaubt,ab jetzt brauchte man keine dicken Pullover mehr. Aber am nächsten Morgen regnet es heftig, die nasse Kälte dringt einem bis auf die Knochen. Und das graue Wetter verdirbt einem die Laune. Man läßt sich nach unten ziehen und glaubt nicht, dass es je wieder hell und sonnig wird. Solche Zeiten versinnbildlichen das Leben des Christen.
Wir leben von der Hoffnung auf eine Welt ohne Tränen und Leiden. Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, wo Gerechtigkeit herrscht. Die wachsenden Knospen, die eine Blütenpracht versprechen, die ersten Frühlingsblumen wecken die Hoffnung, dass der Frühling doch wieder kommen wird. Emmanuel Geibel sagt in der ersten Strophe seines Gedichtes „Hoffnung“  
Und droht der Winter noch so sehr
mit trotzigen Gebärden,
und streut er Schnee und Eis umher;
es muss doch Frühling werden. Unten ein Bild der Pflaumenblüte vom 28.02.2013

Donnerstag, 31. Januar 2013

Von Gott geliebt...

...ist mehr als eine Phrase. Das sangen vor mindestens 30 Jahren die Theophiles, eine der ersten christlichen Bands. Für mich ist das eine tolle Sache, zu wissen, dass immer einer auf meiner Seite steht.Und mein Schöpfer hat "Sehr gut"gesagt, als er den Menschen nach seinem Bild geschaffen hatte, und alles geprüft hatte,was er in den ersten sieben Tagen geschaffen hatte.
Und auch der Sündenfall hat es nicht geschafft, das Bild Gottes ,das er uns eingeprägt hat, vollständig auszulöschen. Die Sehnsucht nach Gott blieb im Herzen der ersten Menschen, selbst als sie das Paradies verlassen mußten.
Gott hat die Verbindung zu uns nie abgeschnitten. Der Vater im Himmel wartet auch heute noch auf seine verlorenen Kinder und nimmt jeden,der zurückkommt, mit offenen Armen auf.
Gott hat Dich lieb! Er hat Dich nie aufgegeben. Schütte Dein Herz vor ihm aus, und Du wirst seinen Frieden erleben.

Freitag, 11. Januar 2013

Menschen als Menschen behandeln

Schon wieder war ein Schülerselbstmord in den Schlagzeilen in Japan. Ein Mittelschüler hatte es nicht mehr ausgehalten, dass sein Trainer ihn so oft geohrfeigt hatte. Er war der Leiter der besten Basketball Mannschaft der Oberschule gewesen. Der Trainer, der sich auf Drängen der Eltern des 17jährigen Jungen vor einem Komittee der Schule verantworten mußte, war sich keiner Schuld bewußt. Ohrfeigen waren für ihn ein Erziehungsmittel. "Ich habe bei manchen Schülern, die ich schlug, eine Steigerung ihrer Leistung gesehen. Das hatte ich bei diesem Jungen auch beabsichtigt."
Es gab eine gehörige Diskrepanz zwischen  der Schilderung des Lehrers, der behauptete,den Schüler an diesem Tag "ein paarmal" geohrfeigt zu haben,  und dem was der Junge seine Mutter berichtet hatte. Er hatte von dreißig bis vierzig Mal gesprochen. Und am nächsten Tag hatte er sich das Leben genommen.
Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, steht in der Bibel. Gott hat uns nicht dazu geschaffen, dass wir zu Höchstleistungen geprügelt werden.
Dass wir Menschen wertvoll sind und mit Respekt behandelt werden sollen, das ist nicht nur in nichtchristlichen Ländern unbekannt. Auch in den westlichen Ländern wird es hingenommen, dass der Profit der Waffenproduzenten der Sicherheit der Kinder, die in ihren Schulen lernen,vorgezogen wird.  
Und wir können jetzt und hier damit anfangen, Menschen als Menschen zu behandeln. Wir wollen die Menschen in unserer Nähe als Gottes Ebenbild respektieren.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das Weihnachtsgeschenk



Weihnachten war in meiner Kinderzeit immer ein Höhepunkt. Ich bin heute noch meiner Mutter dankbar, dass sie mich gelehrt hat, die Advents- und Weihnachtszeit zu geniessen. Zu Beginn der Adventszeit wurde das ganze Haus geschmückt mit Tannenzweigen, Lametta und Kerzen. Abends saßen wir um den Adventskranz und sangen die Lieder, die vom Warten auf das Kommen des Heilands handelten. Morgens waren wir gespannt, auf die Überraschungen in den Schuhen : ein Plätzchen, einen Apfel,eine Nuß.
Die Frage : „wann wird es wohl schneien?“ wurde wach. Und vor allem das Warten auf die Weihnachtsgeschenke. Als wir älter wurden begannen wir auch, selbst Geschenke für andere zu basteln.
Aber je älter ich wurde, desto mehr begriff ich, dass alle diese Dinge doch nur die Verpackung für Weihnachten sind. Das eigentliche Geschenk von Weihnachten ist doch das,was die Bibel in Joh3,16 beschreibt. „Gott hat uns so sehr lieb, dass er seinen eigenen Sohn für uns gab…“
Es dauerte eine geraume Zeit,bis ich wirklich erfasste, was das eigentlich bedeutet. Es gibt ja so vieles,was einen vergessen läßt, wer man ist. Wenn ich früher ein spannendes Buch fand, dann konnte ich darüber alles andere vergessen : meine Arbeit, die Zeit…und nachher fühlte ich mich elend. Ich konnte mich so wenig beherrschen,nur wegen so einem dummen Buch! Was für ein Schwächling, was für ein verantwortungsloser Versager war ich doch!
Gott machte mir klar, dass ich für ihn trotzdem wichtig und wertvoll bin. Für alle meine Dummheiten und Schwachheiten, für alle meine Sünde starb Jesus! Ich habe einen unendlichen,ewigen Wert. Das ist Gnade. Das ist Gottes Geschenk an mich. Das ist das Weihnachtsgeschenk! Wieviel Grund, Gott zu danken!

Sonntag, 11. November 2012

...weil er die kleinen Dinge liebt...

Das gehört zu einem Lied,das wir früher in der Kinderstunde gesungen hatten. Da ging es um Gott,der die kleinen Dinge liebt. Jesus hat gesagt "wer nicht wie ein Kind wird,kommt nicht in Gottes Reich." Das passt so gar nicht zu der "Großmanns- Sucht" unserer Zeit.
Dem Friseur im Erdgeschoss des Hauses, wo früher unser Gottesdienstraum war, gefiel das Neonkreuz am Haus nicht. Deshalb liess er eine überdimensional grosse Reklamewand errichten, die auf seine Dienste aufmerksam macht. Noch kürzlich erzählten mir Besucher vom Skytree in Tokyo, der  mit 634m der höchste Fernsehturm der Welt ist.
 Im Blick auf Mission und Gemeindeaufbau scheint manchmal auch die Devise zu herrschen : je größer desto besser. Oder : wenn eine Gemeinde wachsen will, dann wächst sie auch. Das würden wir von einem Kind nie sagen.
Ein Kind weiß, dass es klein ist. Und normal weiß es auch, dass es von seinen Eltern geliebt ist. Es weiß oder spürt, dass es nicht erst groß werden muss, um von den Eltern akzeptiert zu werden.
Gott geht es um ganz andere Dinge als Ansehen und Leistung.Unser Vater im Himmel braucht nichts von uns. Er hat uns lieb, und möchte dass wir ihm vertrauen. Wir brauchen uns nicht aufblähen, um ihn zu beeindrucken. Vor ihm kann ich ehrlich sein. Ich kann so klein sein, wie ich bin. Was für eine Erleichterung! Bei dem Vater im Himmel kann ich wirklich Kind sein.


Dienstag, 28. August 2012

Was der Mann auf dem Mond sonst noch sagte...


Vor kurzem verstarb Neil Armstrong,der erste Mensch,der den Mond betrat. „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit.“
Aus dem einen Satz wurde eine große Geschichte gemacht. Aber was die ersten Menschen auf dem Mond sonst noch gesagt hatten, und was sie befürchtet hatten, das wurde wirklich verschwiegen. Und die Gründe dafür sind auch plausibel.
Ernst Ulrich Himmen schreibt dazu:
Was Armstrong nach diesem Satz gesagt hat, wurde in der Weltpresse kaum verbreitet, es steht aber in den Manuskripten der NASA: „Wo ist der Staub. Wo istder ganze Staub, da sind höchstens 1,5cm Staub. Wo sind die 30-40 m Staub,die hier sein müßten, wenn der Mond 4,5 Milliarden Jahre alt wäre?“
(Im Anfang schuf Gott , Verlag Peter Assmus ,1993  auf Seite 11)
Die ersten Raumfahrer hatten sich nach der Zeitrechnung der Evolutionisten gerichtet, die das Alter des Universums sehr hoch ansetzt. Wenn diese Rechnung stimmte, müssten sich auf dem Monde mindestens 50m Staub angesammelt haben. Dem entsprechend hatte die NASA auch Fahrzeuge zur Fortbewegung auf dem Mond vorbereitet und mitgeschickt.Auf die Frage :“Was hat euch am meisten Sorgen bereitet?“ war die Antwort gewesen : „der viele Staub,der sich in den Jahrmillionen da angesammelt hat.“ Die Kamera zeigte, dass diese Sorgen sich als überflüssig erwiesen. Die Fußspuren Armstrongs waren in 1,2cm hohem Staub.
Das bedeutete, dass alle diese Fahrzeuge mit hohen Rädern und Stelzen, deren Entwicklung und Konstruktion Millionen von Dollars verschlungen hatte, umsonst gewesen war. Kein Wunder, dass kein Wort über den erwarteten Staub an die Öffentlichkeit dringen durfte!
Für nachdenkliche Menschen aber stellt sich die Frage, wie viel wohl sonst von der Evolutionsthorie sich als falsch erweist,wenn sie mit der Wirklichkeit konfrontiert wird.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Wie soll es weitergehen?


6.6.12
Heute flogen liebe Freunde, die über dreißig Jahre als Missionare in Japan gearbeitet haben, zurück nach Deutschland. Viele Leute aus ihrer Gemeinde waren zum Flughafen gekommen. Es war schön, mitzuerleben, wie im Laufe der Zeit eine lebendige Gemeinde entstanden ist. Es begann mit Schülerarbeit. Die beiden hatten eine Gabe, Kinder in Scharen anzuziehen. Im Laufe der Zeit ging der ausgestreute Same des Wortes Gottes auf und brachte Frucht. Manche Familien zogen später in andere Gegenden Japans, aber ein Grundstock blieb da. Ich glaube, es war gut, dass die Missionare nicht so schnell umzogen sondern ca 25 Jahre am gleichen Ort blieben. Dadurch hatten sie Zeit, um Kontakte zu knüpfen und Vertrauen zu gewinnen. Ich bin Gott dankbar für alles, was er getan hat.
Gleichzeitig frage ich mich, wie es in Zukunft weitergehen soll. In unserem Missionarskreis in Japan hat die Zahl der Langzeitmissionare rapide abgenommen. Das werden die Kurzzeitler auf die Dauer nicht auffangen können. Sind unsere japanischen Gemeinden schon so weit, dass sie ihr Land ohne fremde Hilfe missionieren können? So lange wir in dem hergebrachten Stil weiterarbeiten sicherlich nicht. Wenn jede kleine Gemeinde mit 15 bis 20 Gliedern ihren eigenen Pastoren finanzieren soll, wird das auf die Dauer nicht gehen. Nach meiner Einschätzung hat unsere Gruppe nur eine Chance, wenn wir zu radikalen Änderungen bereit sind. Wir müssen versuchen, von den ersten Gemeinden zu lernen, die ohne hauptamtliche Mitarbeiter den Mittelmeer-Raum in knapp 300 Jahren für das Evangelium gewinnen konnten.