Dienstag, 6. Mai 2014

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Unser Herr hat angekündigt,dass am Ende der Zeit viele falsche Propheten aufstehen und die Gläubigen verführen werden. Das kann ja irgendwann mal so sein, habe ich immer gedacht, aber jetzt wohl noch nicht.Wie oft in der Geschichte sind Leute aufgetreten und haben behauptet, sie seien Gottes letzte Offenbarung an die Menschheit, oder sie hätten unbedingt die Weisheit gepachtet. Aber das geschieht auch heute!In einer Zeit, in der die Angst vor einem großen Krieg, oder dem Verlust aller Werte, viele Leute nervös macht, kann man ja viele das Geld aus der Tasche ziehen. Man braucht ihnen nur göttlichen Schutz zu versprechen.
Der Herr warnt uns. Wir sollen wachsam sein, und keinem zu schnell Glauben schenken. Manche Scheinheiligen schaffen es tatsächlich, auch die zu täuschen, die die Bibel kennen. Auch Betrüger können fromme Worte sprechen.
Die Frage, die uns Klarheit schenken kann, lautet:"Wie gehen diese Leute mit ihren Mitmenschen um?" Die von Jesu Liebe erfüllten Menschen, behandeln andere Leute liebevoll. Sie haben Verständnis für die älter gewordenen, sie nehmen Rücksicht auf Behinderte, sie machen denen Mut, die einmal versagt haben. Jesus fragte Petrus, der ihn dreimal verleugnet hatte später trotzdem :"Hast du mich lieb?". Er gab ihm eine neue Chance.
Die kultartigen und sektenartigen Religionen heute, behandeln Menschen eher als Objekte. Da fehlen das Verständnis und die Zartheit Jesu. Da sollen die Menschen funktionieren. Lasst uns vorsichtig sein vor den Wölfen im Schafspelz! Der gute Hirte gab sein Leben für die Schafe. Wo davon nichts zu spüren ist, wird es gefährlich. Da haben Gotteskinder nichts verloren.

Mittwoch, 16. April 2014

Du sollst dir kein Bild machen



Bert Brecht schreibt in seinen Geschichten vom Herrn Keuner  folgendes. H
Herr Keuner wurde gefragt, was er täte, wenn er einen Menschen liebte. „Wenn ich einen Menschen liebte,“  sagte Herr Keuner, „dann machte ich einen Entwurf und sorgte dafür, dass er ihm ähnlich würde.“ –„Wer? Der Entwurf dem Menschen?“ – „Nein, der Mensch dem Entwurf!“
Damit bringt Brecht das Problem auf den Punkt. Wir haben auch so unsere Entwürfe, und versuchen, die Menschen dahin zu bringen, dass sie so werden, wie wir sie gerne hätten. Und das klappt nicht, weil die Leute ja auch ihre eigenen Ziele und Ideen haben.
Gott verbietet uns in den Zehn Geboten, dass wir uns ein Bild von Gott machen. Aber das Gebot der Nächstenliebe enthält auch das Verbot, und Entwürfe von Menschen zu machen. Menschen sind lebendig. Sie haben ein Recht darauf, sie selbst zu sein. Keiner muss genauso sein, wie ich bin. Ich fühle mich so wohl. Aber andere nicht. Sie dürfen sein, wie sie möchten. Auch Christen müssen nicht alle gleich sein.
Ich bin dankbar,dass Gott mich so akzeptiert, wie ich bin. So will ich auch mit andern umgehen.

Montag, 14. April 2014

April, April....




April, April…
Aus meiner Kinderzeit habe ich noch Erinnerungen, wo Sonne, Wolken, Schnee und Regen in sehr rapider Folge wechselten. In Japan war das Wetter meistens etwas beständiger. Es passte auch nicht immer so exakt mit unsern Plänen zusammen. Wenn man sich unter die blühenden Kirschbäume setzte, um in der Natur Kaffee zu trinken, konnte auch mal ein eiskalter Wind wehen, oder ein Regenfall   alles verderben. Aber es wechselte nicht so oft. Man konnte sich eher auf das Wetter verlassen.
Im April aber scheint in Deutschland scheint das einzige Beständige die Überraschung zu sein. Wenn  man bei strahlendem Sonnenschein seinen Spaziergang beginnt, wäre es trotzdem sehr unbedacht, den Regenschirm zu Hause zu lassen. Auch heute waren wir erwartungsvoll hinausgefahren, um die Natur zu genießen.  Die Bäume haben schon geblüht, die grünen Blätter leuchten im Sonnenschein. Aber der Wind weht noch eiskalt. Vor ein  paar Tagen dachte man, es würde bald Sommer. Und jetzt sind die Temperaturen schon wieder teilweise auf einstellige Zahlen gesunken.
Vielleicht ist es ja auch tröstlich, dass Gott Sonne und Regen über Gute und Böse kommen lässt.  Die Gnade des Allmächtigen kann man sich nicht mit guter Führung verdienen. Der Vater im Himmel hat alle seine Kinder gleich lieb.
Ich will mich über niemanden erheben, den die öffentliche Meinung in die Ecke stellt. Was würde aus mir, wenn ich nicht einen Herrn hätte, der meine Sünde vergibt? Er der gesagt hat: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den  ersten Stein!“ der war selbst bereit, sich ans Kreuz schlagen zu lassen, um meine Schuld zu sühnen. Und dieser Herr gibt mir immer wieder eine neue Chance und  sagt mir: „Sündige ab jetzt nicht mehr!“   

Dienstag, 14. Januar 2014

Verkleideter Segen und versteckter Fluch



Als vor ca 40 Jahren die :Ölkrise war, als die arabischen Staaten, das Öl als politisches Druckmittel benutzten und die Leute gezwungen waren, weniger Auto zu fahren, sprachen einige amerikanische Kollegen von einem „blessing in disguise“, also einem verkleideten Segen. Sie meinten damit, diese Krise, unter der alle stöhnen, ist doch in Wirklichkeit ein Segen, weil wir dadurch lernen müssen, andere als fossile Energiequellen zu benutzen. So sind wir nicht mehr so erpressbar, und die fossile Energie kommt sowieso an ihre Grenzen.
Das ist nicht nur im Blick auf das Öl so.  Oft sind Krisensituationen nötig, damit Menschen nicht nur ihre Grenzen, sondern auch ihre wahren Kräfte kennenlernen. Mein Schwiegervater sagte dann immer: “Was mich nicht umbringt macht mich stärker.“ Neidisch auf andere zu blicken, denen es besser zu gehen scheint, oder gar in Selbstmitleid zu versinken, ist nie eine Hilfe. Im Vertrauen auf Gott voranzugehen, ist immer die bessere Alternative. Was auf den ersten Blick wie ein Verhängnis oder eine Belastung aussieht, kann sich später als Segen entpuppen.
Aber es gibt auch die andere Seite. Was auf den ersten Blick wie ein Segen aussieht, kann sich bei genauem Hinsehen als Fluch entpuppen. Als wir in Deutschland einkaufen gingen, staunten wir über die Preise! Wie konnte das denn alles so billig sein!    Meine Lieblingsschokolade konnte ich bei jeder Gelegenheit kaufen. Das führte dann dazu, dass ich mehr davon aß, als meiner Gesundheit zuträglich war. Guter Wein so günstig, dass ich bei jedem Einkauf eine Flasche in den Einkaufswagen legen konnte. Das Ergebnis : morgens Krämpfe in den Beinen, weil sich meine Medizin nicht mit Alkohol verträgt.
Der Luxus, der uns heute zur Verfügung steht, ist also nicht nur zu begrüßen. Gott danken für das, was uns gut tut, ist schon richtig. Aber wissen, wenn etwas so viel geworden ist, dass es der Gesundheit schadet, ist kann lebenswichtig sein. Und das Raffinierte ist, dass der Maßstab für jeden Menschen wieder anders sein kann. Medizin ist ein Segen. Aber wer drogenabhängig geworden ist, für den ist der gleiche Stoff zum Fluch geworden.
Zum Beipiel im Blick auf den Alkohol gibt es viele Menschen, die sich da etwas vormachen. Oft sehen die anderen objektiver als man selbst. Deshalb ist es gut, wenn man gute Freunde hat, denen man vertrauen kann. Und es ist wichtig, auf sie zu hören. 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Hell und Dunkel deines Lebens...



Im Anfang unserer Zeit in Japan hat es mich ziemlich erstaunt, dass die Sonne dort so hell scheint. Sogar im Winter, wo ich es eher dunkel und kalt gewohnt war, konnte die Sonne kräftig scheinen. Meine Frau freute sich, dass die Wäsche meistens draußen auf der Leine trocken wurde. Ich fand es schade, dass ich gar nicht so viel Gelegenheit hatte, im Haus die Kerzen anzuzünden. Und die Sonne ließ ich mir ja im Winter noch gefallen, aber im Frühjahr wurde sie mir schon zu heiß, und ich lief lieber im Schatten.   
Aber nach ca 40 Jahren habe ich mich doch etwas an die japanische Wärme gewöhnt. Die andauernde Dunkelheit geht mir auf den Geist. Wenn eben möglich, suche ich den selten gewordenen Sonnenschein zu einem Spaziergang zu nutzen. Die Helligkeit stört mich nicht mehr, im Gegenteil ich weiß sie zu schätzen.
Mir fällt eine Liedstrophe ein, die wir in der Jugend oft gesungen haben: „Hell und Dunkel deines Lebens sind ein Ruf nach Haus…“ Und es ist tatsächlich so. Beides gebraucht Gott, um uns daran zu erinnern, dass er bei uns ist und uns helfen will. Wenn das Herz voll ist  von Freude und Begeisterung, dann kann ich das meinem Gott sagen und ihm dafür danken. Und die Freude wird dadurch noch ein bisschen tiefer. Und wenn die Not mich niederdrücken will, dann kann ich auch darüber mit meinem Gott sprechen. Und die Erfahrung, dass Gott mich ernst nimmt, dass ich ihm meine Sorgen tatsächlich abgeben kann, die macht mein Herz leichter.
Dann kann ich Bonhoeffers Worte mitsprechen: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“